Warning: fopen(../log/sucher.txt) [function.fopen]: failed to open stream: Permission denied in /www/htdocs/w00e520d/fuer-uns-de/php/mf.inc on line 290
Warning: fwrite() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /www/htdocs/w00e520d/fuer-uns-de/php/mf.inc on line 291
Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /www/htdocs/w00e520d/fuer-uns-de/php/mf.inc on line 292 Geschichte und Entwicklung von ZEN
Mein ZEN-Spruch des Tages:
Carl Gustav Jung
Der Vorgang des Satori ist gedeutet und formuliert als ein Durchbruch eines in der Ichform beschränkten Bewusstseins in die Form des nicht-ichhaften Selbst.
"Wer die Erloesung verwirklicht, wird von nichts anderem erloest,
als von seinen falschen Vorstellungen."
Prasannapada
Buddha
ZEN wird auch als ZEN-Buddhismus bezeichnet und geht zurück auf Budda als "Religionsstifter".
Der spätere Buddha (als solcher wurde er nicht geboren) wurde als Siddharta Gautama
aus dem indischen Fürstengeschlecht der Shakyas wohl so um 556 v. Chr. geboren.
Damit war er in keinem Königshaus oder Kaiserpalast aufgewachsen,
sondern in einem kleinen Fürstentum an den Südhängen des Himalayagebirges (heutiges Nepal).
Er sollte mit viel Reichtum und Annehmlichkeiten abgeschottet von der Welt "da draussen" aufwachsen,
aber er erlebte dreimal außerhalb des Palastes einen Realitätsschock und zog darauf hin aus in die Hauslosigkeit (als Bettelmönch).
Nachdem er als Yogi bei vielen Meistern studierte und seine körperliche Gesundheit fast ruinierte,
sass er 35-jährig einfach nur still unter einem Bodi-Baum und wurde plötzlich erleuchtet.
Darauf in zog er (als Wander- und Bettelmönch) umher und erzählte anderen von seiner Erkenntnis.
Nach der Überlieferung hat ZEN damit begonnen, dass Buddha zu einer grossen Schülermenge vom Geierberg redete.
Dabei hielt er schweigend eine Blüte in die Höhe um den Dharma darzustellen.
Nur sein Schüler Kashyapa lächelte darauf und alle anderen verstanden nicht - durch diese Geste war der Schüler erleuchtet worden ...
Im Hinduismus wird Buddha als die 9. Inkarnation von Vishnu betrachtet.
Die 8. Inkarnation vor ihm war Krishna.
"...dass die ursprüngliche Lehre Buddhas philosophischen und nicht religiösen Charakter hatte:
"Man vermißt einen echten Glauben ebenso wie eine Bindung an Gott oder Götter
oder an irgendeine 'höhere Macht', sei sie auch noch so schwer zu definieren; und es fehlt auch ein Kult."
"...wollte auch Buddha den Menschen die Angst vor dem Einfluss (vermeintlicher) Götter nehmen
und den Machtanspruch religiöser Hierarchien schwächen."
Dr. Michael Schmidt-Salomon
"Sakyamuni jedoch wollte keine Religion gründen;
im Gegenteil, er betonte die Nutzlosigkeit religiöser und ritueller Übungen."
Buddha
So entwickelte sich Chan in China
Der Buddhismus kam im Jahr 61 nach China.
Ab dem Jahr 360 gab es die ersten ZEN-Vorläufer in China durch den Mönch Taosheng.
Etwa im 5./6. Jahrhundert kam der Buddhismus (der Legende nach durch Bodhidharma der aus Ceylon stammte)
aus der Mahayana-Linie von Indien nach China.
Der Legende nach liess sich Bodhidarma 9 Jahre bei dem heute berühmten Shaolin-Kloster nieder und meditierte.
Dort vermischte sich der Buddhismus mit dem Taoismus (von Laotse) und wurde Chan bezeichnet.
"Wichtig ist, dass du entschlossen in den Fluss des Lebens hineinspringst:
Es macht einen Unterschied, ob du dich ziellos treiben lässt und erschöpft nach Luft schnappst oder aber allen voran in den Strom springst
- ob du dein Leben als Qual oder als Vergnügen empfindest, entscheidet sich hier."
Sawaki Kôdô Rôshi
Um 600 wurden die Chan-Mönche sesshafter und bildeten Klöster.
So um 650 Bildeten sich zwei ZEN-Schulen heraus:
die nördliche Schule mit Schwerpunkt auf Studium der Schriften und einer (langsamen und) allmählichen Erleuchtung und
die südliche Schule mit Scherpunkt auf der spontanen Erleuchtung.
Hier ist die Geschichte darüber ...
800 - 1300 soll die Blütezeit des Chan gewesen sein - es entwickelten sich gleich fünf Stilrichtungen (z.B. Soto und Rinzai).
So von 960 - 1279 bildete sich das heute bekannte Koan ("Rechtsfall") heraus und wurde systematischer genutzt.
"Einige Tempel sind zwar wegen ihrer historischen Sehenswürdigkeiten sehr berühmt,
aber sie werden ausschließlich als Objekte des Tourismus angesehen.
Normale Japaner können sich kaum vorstellen, dass hinter diesen touristischen
Attraktionen Mönche im Kloster ihr Leben den täglichen Übungen widmen."
Zitat aus einer Dissertation
"Einst wurde Ikkyu zum Abt ... ernannt.
Angeekelt von der Scheinheiligkeit und Heuchelei um ihn herum, verkündete Ikkyu jäh seinen Rücktritt"
aus dem Buch Lust und Erleuchtung
So entwickelte sich ZEN in Japan
Schon nach 600 wurde die erste ZEN-Halle Japans durch den Mönch Dosho errichtet und so gab es 3 Versuche
ZEN nach Japan zu bringen und alle 3 scheiterten. Erst Dogen schaffte den Durchbruch.
Im 12. Jahrhundert gelangte diese Strömung durch die Meister Eisai und Dogen nach Japan und wurden ZEN genannt.
In Japan entwickelte sich die verschiedenen Rinzai- und Soto-Schulen - letztere hat dort auch die meisten Anhänger.
Es entwickelten sich ZEN-Schulen auch in Korea und Vietnam.
Heute gibt es ZEN auch in allen westlichen Ländern - auch in Deutschland und in Frankfurt.
"Paradoxerweise stellt sich heraus,
dass die religiösen Gedanken des Ostens dem westlichen rationalen Denken
kongenialer sind
als die religiösen Gedanken des Westens selbst."
Erich Fromm
So entwickelte sich ZEN im "Westen":
Nachfolgende Ausführungen sind mehr meiner subjektiven Natur und weniger wissenschaftlich fundiert.
1897 brachte Daisetz Teitaro Suzuki den ZEN in die USA, nachdem er vorher schon viele ZEN-Werke in das Englische übersetzt hatte.
Er selbst schrieb auch einige Werke, die starke Verbreitung im Westen fanden.
Über 10 Jahre übersetzte er weitere Werke, hielt Vorträge im Westen bis er über Europa wieder nach Japan zurück kam.
Übrigens waren er und seine Frau Mitglied der Theosophischen Gesellschaft Adyar.
Er nahm 1936 am Weltkongress der Religionen in London teil und begab sich auf eine Vortragsreise durch USA und UK.
Hugo Makibi Enomiya-Lassalle war Leiter der Jesuiten in Japan, kam 1939 in Hiroshima dem ZEN näher, ab 1943 wurde er von einem Roshi im ZEN unterrichtet.
Er versuchte über ZEN Japaner zum christlichen Glauben zu bekommen, aber auf der anderen Seite führte er ZEN in die christliche Glaubenswelt ein.
Von ihm wurde Willigis Jäger angeregt, der hier in Deutschland ZEN und christlichen Glauben vertritt.
1971 brachte Erich Fromm ein Buch über Pschoanalyse und ZEN heraus.
Osho (ein bekannter indischer "Guru") hatte weltweit und besonders im Westen schon eine grosse Änhängerschar (z.B. die Beatles)
und wandte sich auf dem Höhepunkt seines Lebens dem ZEN zu und ab 1988 ausschliesslich.
Dadurch erfuhr ZEN auch eine grosse Bekanntheit im Westen.
"Zen in Japan besteht aus buddhistischen Zeremonien und ist fast tot.
Es ist wie das Christentum in Europa.
... japanischem Zen, das als "tot" betrachtet wird und europäischem Zen,
das als "erfrischend" empfunden wird."
Besuch eines japanischen ZEN-Mönchs im Westen
"Ein zufällig in der Schweiz weilender japanischer Kaufmann antwortete auf meine Frage nach dem Zen in Japan :
« Zen ? das ist für Touristen ! »."
von Carl-A. Keller
"Ein Ausspruch von Harada Roshi hier bei uns war:
'In Japan ist Zen zur Kirche verkommen.' Das ist fast eine Beschimpfung ..."
Gespräch von Timo Bieber mit Taiku Güttler
Das Wort ZEN stammt von dem chinesischen Wort Chan ab,
dieses wiederum von dem Sanskritwort dhyana und dem Paliwort jhana (Versenkung/Vertiefung).
"Ein Buddha steht für den Buddhisten weit über allen Göttern, insofern er sich aus den Gesetzmäßigkeiten der Wirklichkeit, denen auch die Götter unterliegen, erkannt hat.
Einen Buddha vergöttlichen, hieße ihn verniedlichen. Andere Religionen sind für einen Buddhisten nicht gleichwertige Religionen, sondern Dienstleistungen."
Wie hält es der Buddhismus mit den anderen Religionen?