Warning: fopen(../log/sucher.txt) [function.fopen]: failed to open stream: Permission denied in /www/htdocs/w00e520d/fuer-uns-de/php/mf.inc on line 290

Warning: fwrite() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /www/htdocs/w00e520d/fuer-uns-de/php/mf.inc on line 291

Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /www/htdocs/w00e520d/fuer-uns-de/php/mf.inc on line 292
Zen-Buddhismus

Mein
ZEN-Spruch  
des Tages:

Manuela Dunn Mascetti


Dass es keinen Lehrer gibt, ist eine der wichtigsten Lektionen im ZEN: Es kann nicht gelehrt werden. Wir können es nur durch eigene Erfahrung ... erlangen.

  Michael chinesisch zen buddha chinesisch zen  Sex tao dao chinesisch zen
Anzahl Besucher: zen meister Seitenzähler Copyright 2007 © Michael chinesisch zen Impressum Design: mi fi 

Suchworte unter denen diese Web Seite zu finden ist:

zen buddhismus budhismus buddismus buddha erleuchteter lehrer tao taoismus daoismus chan heute kritik psychoanalyse

erleuchtung nirvana satori kensho koan mundo im zen buddhismus

erleuchteter meister roshi osho lehrer und mönch C. G. Jung

zen meister ZEN Buddhismus
61137 Schöneck, Hanau, Bad Vilbel Offenbach, Wiesbaden bei Frankfurt in Hofheim, Hessen, Deutschland ZEN-Buddhismus
Buddha Zen Buddhismus Sex zen meister buddha meditation erleuchtet zen buddhismus englisch deutsch erleuchtet

Sexualität, Sex im Buddhismus und ZEN !

"Mönch zu werden ist leicht; die wahre Herausforderung indessen ist die Rückkehr zur Welt. Zu viel Moral zerstört den Geist des Buddhismus. Zuweilen ist es nötig, sich in einem Pavillon der Lüste zu erfrischen."
Meister Tao-chi

Motivation:
Viele die Buddhist sind oder werden wollen, scheinen schon vorher oder aber gerade dadurch Probleme mit Ihrer Sexualität zu empfinden. In seinen Überlieferten Texten hat sich Buddha darüber kaum ausgelassen aber wenn, dann auch hier einen Mittleren Weg ohne Extreme und einen verantwortlichen Weg angeraten.

"Bezüglich der Sexualität hat Buddha denjenigen empfohlen, die ein weltliches Leben führen, die Sexualität so auszuüben, dass wir keine Lebewesen verletzen. Weder uns noch andere. Mehr hat er dazu nicht gesagt. Aber mehr muss auch nicht gesagt werden. Würde das weltweit eingehalten - das wäre eine Revolution."
von Sylvia Kolk, Vortrag Kongress "Frauen und Buddhismus"

Grundlegendes von Buddha selbst:
Buddha selbst war ganz normal verheiratet gewesen und hatte natürlich ganz normal Sex mit seiner Frau und zeugte mit ihr einen Sohn. Bis er sich entschied, Wandermönch zu werden und später dann erleuchtet wurde.
Ein Mönch Buddhas durfte sich in keinem Fall dem "Beischlaf" hingeben noch einen Orgassmus haben. Dies mag sehr streng wirken. Aber viele Anhänger um Buddha herum waren keine Mönche, sondern Laienanhänger. Damit hatten Sie einen "Sexpartner" und durften natürlich auch weiterhin ihre Sexbeziehung pflegen. Viele solcher Ehemänner, "Haushaber", hat Buddha selbst, trotz Sex und Frau, als erleuchtet bezeichnet.

"So war für die Tantriker (und Taoisten) der Coitus reservatus, bei dem der Samen zurückgehalten wird, gängige Praxis während japanische Buddhisten wie Ikkyu spektakuläre Samenergüsse und rückhaltlose Intimität bevorzugten."
aus dem Buch Lust und Erleuchtung

Anhängerinnen von Buddha:
Auch Frauen unter Buddhas Anhängerschar gingen sexuell nicht immer den Mittleren Weg. Es gab 2 fromme Laienschwestern Suppabba und Saddha die sich mit höchster Lust den Mönchen "spenden" durften. Sie wurden nicht verurteilt, aber die Mönche, wenn das heraus kam.
Von der Anklage verschont blieben Mönche, die von Frauen attakiert wurden ... Es gab Mönche, die wärend dem Schlaf eine unfreiwillige Errektion hatten und von vorbeikommenden Frauen bestiegen wurden. Ein Mönch mit einer besonders standfesten Erektion wurde das Opfer einer Gruppe von vorbei kommenden Parfumhändlerinnen, die ihn als "Stier" priesen. Da der Mönch aber wärend des gesamten Vorganges vermeintlich geschlafen hatte, wurde er nicht bestraft. Buddha ermahnte die Mönche in Zukunft ihre Türen geschlossen zu halten, damit solche Missgeschicke nicht mehr vorkommen.

"Udayins ehemalige Frau trat dem Orden als Nonne bei ... Manchmal kleideten sie sich gemeinsam an ... nachdem er einen Blick auf ihre Geschlechtsteile erhascht hatte, ejakuierte der erregte Udayin auf seine Kutte. Die Nonne versuchte, den Fleck mit ihrer Zunge zu entfernen, und wischte die Kutte dann unvorsichtigerweise zwischen ihren Beinen ab. Als sie schwanger wurde ..."
aus dem Buch Lust und Erleuchtung

Die Mönche von Buddha und ihr Sex:
Den Mönchen war ja formal Sex verboten und falls sie dabei erwischt wurden, führte das zum Ausschluss aus der Gemeinschaft. Hier aber ein paar Beispiele was so alles im Alltag vorkam:
Ein Mönch hielt sich speziell für sodomistische Zwecke eine Äffin. Als diese Äffin sich dann vor andere Mönche stellte und nach vorne beugte ... wussten diese sofort warum. Der Besitzer der Äffin wurde zur Rede gestellt und meinte, dass Buddha ja nur Frauen und keine weiblichen Tiere verboten hatte. Darauf hin musste Buddha eine neue Regel erlassen um Geschlechtsverkehr mit Tieren zu verbieten.
In der Schrift "Vinaya" endet ein Abschnitt mit einer höchst erfindungsreichen Liste von Beispielen sexueller Entgleisungen und mehr: Mönche verkleideten sich in Kostümen um ihre Identität bei Ausschweifungen zu verbergen. Mönche begingen mit ihrer Mutter, ihren Schwestern und ihren Töchtern Inzucht. Ein sehr akrobatischer Mönch konnte sich kunsvoll selbst befriedigen. Ein anderer war wohl so "gross bestückt", dass er "mit sich selbst verkehren" konnte. Leichnahme wurden sexuell missbraucht, ebenso eine Holzpuppe. An folgenden Tieren vergingen sich Mönche: Affe, Hirschkuh, Kuh,

"Da es nur wenigen gelang, ihre Gelübde einzuhalten, sind die buddhistischen Mönche und Nonnen im ganzen Osten stets als Sex-Besessene karikiert worden, denen unter keinen Umständen zu trauen sei."
aus dem Buch Lust und Erleuchtung

"Die Realität entpupte sich in diesem Fall als ganz anders, weil die Mönche übers Internet Frauen gesucht haben, die Lust hätten sie in ihrem "heiligen Heim" (wo Geschlechtsverkehr aufs Schärfste verboten ist) zu besuchen und mit ihnen Sex zu haben. Einer von den flotten und fidelen Mönchen wurde sogar von der Polizei festgenommen, weil er angeblich übers Internet Kontakt zu einer Frau aufgenommen hat, sie zu sich eingeladen und schließlich vergewaltigt hat. Und dabei handelt es angeblich um keinen Einzelfall."
Buddhistische Mönche hatten Lust auf Sex

"Es ist unmöglich, einen erleuchteten Geist zu erlangen, ohne in den Ozean der Begierden einzutauchen."
Manjushri im Lotos Sutra

Aus Buddhistischen Schriften:
Für buddhistische Laien steht richtiges sexuelles Verhalten in der Dritten der fünf ethischen Regeln des Laiengelübdes. "Ich nehme die Verpflichtung auf mich, nicht den falschen Weg zur Erfüllung sexueller Lust einzuschlagen." (Anguttara Nikaya I)
In dem Text zum Stufenweg zur Erleuchtung (Lamrim) wird darauf hingewiesen, "sexuelle Fehlverhalten zu unterlassen".
Buddha hatte mehrfach "Ehebruch" als unangemessen kritisiert. Darüber hinaus kein Verkehr mit Mädchen, die noch unter Obhut stehen oder Frauen die anderen schon versprochen sind oder Abhängige, wie z.B. Gefangene.
1997 hat der Dalai Lama auf den Text Abhidharmakosa in Bezug auf Sexualmoral verwiesen. Darin wird die richtige Verwendung der Sexualorgane gefordert, ist Homosexualität und Selbstbefriedigung ein Fehlverhalten.

"Enthusiastische junge Mönche waren die Lieblinge der Mädchen in den Freudenvierteln. Ein (ZEN-)Mönch aus Kyoto verbrachte so viel Zeit im Vergnügungsviertel, dass sein Name zu einer Bezeichung für alle Mönche auf Zechtour wurde. Der gutaussehende Tekiso wurde von vielen Geishas begehrt ... Nachdem Tekiso Abt in einem grossen Tempel geworden war, gab er den Kurtisanen aus dem dortigen Bordell Kalligraphiunterricht, und wenn er für sie Gottesdienst gehalten hatte, pflegte Tekiso ... mit den Mädchen zu singen und zu tanzen."
aus dem Buch Lust und Erleuchtung

"(ZEN-Meiser) Ekido verbrachte, wie Tausende von Schülern vor ihm, eine Nacht im Geisha-Haus. Am Morgen sagte er zur Bezitzerin: 'Gestern Nacht war ich dein Kunde, doch heute morgen bin ich Priester. Erlaube mit eine buddhistische Andacht zum Wohle aller Bewohner dieses Hauses zu halten.' Die überraschte Besitzerin antwortete: 'Dies ist das erste Mal, dass ein Mönch nicht versucht hat, sich als Arzt oder Student auszugeben. Aus diesem Burschen wird eines Tages etwas werden.' Die Prophezeihung trat ein, denn Ekido wurde später zum Oberhaupt der Soto-Schule ernannt."
aus dem Buch Lust und Erleuchtung

Prostituierte und Bordelle:
Selbst Buddha hatte wohl intensiven Kontakt mit einer "Kurtisanin". Er hat sehr wohl immer wieder den fortgeschrittenen Stand von Prostituieren bestätigt und selbst einige als erleuchtet gesehen. Später gab es im Buddhismus einmal die Anschauung, dass Prostituierte durch Ihrer Tätigkeit erleuchtet werden können und es wurde auch festgestellt, dass es erleuchtete Prostituierte gab. Nur die Männer, die sich auf eine Solche einliessen, müssten dafür in die "Hölle" kommen ...
In Japan gehörten informelle Bordellbesucher regelrecht zum Ausbildungsprogramm von ZEN-Mönchen - siehe obiges Zitat ...

"Das Leben schmecken und Sex genießen bis zum Abwinken."
"Zen ist Gesang und Tanz im Hurenhaus."
"Zehn Tage im kloster und schon bin ich ganz fickrig ... solltest du mich eines Tages suchen frag nach mir auf dem Fischmarkt, in der Trinkstube oder im Puff"
Meister Ikkyu

"Den 'wahren Weg' sieht Ikkyu eben nicht in der Unterdrückung und Ausgrenzung der eigenen irdischen Natur, sondern im Annehemen und Integrieren körpersinnlicher Bedürfnisse."
von Prakash Frank Sanzenbacher

Zen und Sex:
Die Aussagen und sexuellen Gedichte von ZEN-Meister Ikkyu spiegeln eigentlich genau ein dem (nach der Erleuchtung) Leben wieder zugewandten Sein wieder. Kein wirklich erleuchteter ZENler kapselt sich von der Welt ab oder versteckt sich hinter Klostermauern. Hier sind ganz klar Parallelen zu Jesus zu sehen, der sich auch mit Prostituierten und Sündern umgab, um gerade ihnen zu helfen - ein wahrer ZEN-Meister tut dies ganz gleich (siehe Glassman Roshi).
Vorallem frühe ZEN-Meister sahen sich mehr als Mönch leben und verzichteten auf Beziehungen zu Frauen. Andere auch heutige ZEN-Meister und vorallem ZEN-Priester gründen ganz normal eine Familie. Selbst ein ZEN-Abt, der einem ZEN-Kloster vorsteht, kann heiraten und Kinder kriegen. Der (deutsche) ZEN-Abt Muho, hat noch geheiratet und Kinder gezeugt, als er schon ZEN-Meister war.

"... gab es in Kyoto einen Priester, der Bobo Roshi, 'Meister Fick' genannt wurde. Nachdem er 20 Jahre lang Musterschüler gewesen und auf keinen grünen Zweig gekommen war, beschloss er eines Tages, ... Freudenviertel zu besuchen. Im Augenblick des ersten Orgasmus, den er seit Jahren gehabt hatte, brach Bobo zum Satori durch. Seine Erfahrung wurde als echt anerkannt ....
Auf Bobo Roshis Grab steht ein riesiger Steinphallus."
aus dem Buch Lust und Erleuchtung

"Selbst nachdem ich Satori erlangt hatte, blieb mir das fundamentale Problem der Begierden."
"Wirf dich in die Welt der sexuellen Leidenschaften, und erschöpfe ihre Möglichkeiten. Dann wirst Du Befreiung finden. ... suche die Erleuchtung mitten im Leben - hierin liegt die Bedeutung des Zen."
ZEN-Meister Tesshu

Wie die beiden vorigen Zitate zeigen ist Meister Ikkyu durchaus kein Einzelfall und damit eine einzelne Ausnahme. Es gab noch andere erleuchtete Meister, wie hier Tesshu, die ein intensives Sexleben hatten - aber erst mit/nach der Erleuchtung und nicht unbedingt schon vorher. Auch das letzte Zitat zeig den Aspekt der sexuellen Begierden - diese gehören zum Körper (mindestens) und brauchen auch eine gewisse Entfaltung. Viele andere ZEN-Meister haben dies bestätigt und sehen dies als ein lebenslanges Thema, das man nicht verdrängen sollte.
Im übrigen hätte das letzte Zitat exakt so auch von Osho kommen können ...
Mitte des 16. Jahrhunderts kam der Jesuit Franz Xaver nach Japan und war entsetzt über die 'Sodomie' welche dort in den Klöstern herrschte.

Vater: "Was fällt dir ein, dich auf das heilige Buch zu setzen?"
Tochter: "Was denn? Wo ist der Unterschied zwischen meinem Hinterteil und einem Sutra-Buch?"
ZEN-Meister Hakuin lächelte : "Du hast eine ziemlich schlaue Tochter ..."
aus dem Buch Lust und Erleuchtung

"Hakuin hielt es für einen Skandal, dass ein Drittel des Lebenshaushaltes (eines Familienvaters) dafür ausgegeben wurde, Frauen anzukaufen und zu unterhalten."
aus dem Buch Lust und Erleuchtung

Empfängisverhütung und Abtreibung:
Im Sinne Buddhas ist jegliche Geburtenkontrolle oder Kontrolle des Geschlechts der Kinder oder künstliche Befruchtung oder Genmanipulation streng abzulehnen. Denn alle diese Massnahmen greifen in das Wirken des "natürlichen" Karma ein und verhindern eine "gerechte" Wirkung. Für einen Buddhisten ist es sehr wichtig dies zu bedenken!
Aber die Praxis schon zu Zeiten Buddhas war eben auch ganz pragmatisch. Durch zeitweise Enthaltsamkeit, durch Coitus interruptus und durch empfängnisverhütende Medikamente versuchte man dann doch ein Gleichgewicht zwischen Lust und Fortpflanzung zu finden.
Abtreibung ist im Buddhismus absolut abzulehnen. Auch hier versucht man als Mensch in das Karma einzugreifen und man verstösst gegen das Tötungsverbot, da ein Fötus schon ein potentieller Buddha ist! Auch im Falle von Vergewaltigung und Inzucht war Abtreibung verboten, weil die eben Wirkungen des Karma sind.

Masturbation, Selbstbefriedigung:
Natürlich war Selbstbefriedigung bei Nonnen und Mönchen verboten. Nonnen durften auch beim Waschen Ihrer Geschlechtsteile die Finger nur bis zum zweiten Glied einführen und sie wurden angehalten auch keine Dildos oder bestimmte Gemüsesorten zu benutzen ...

"Die japanische Kultur des Altertums zelebrierte Sexualität als etwas Heiliges, das die Götter den Menschen gaben, um sich daran zu erfreuen. Mit der Einführung des Buddhismus im 6. Jahrhundert war damit ein Konflikt vorprogrammiert, da Mönche und Nonnen traditionell eine völlige Enthaltsamkeit auf sich nehmen. Um der japanischen Sexualmoral entgegen zu kommen, wurde das Gebot der sexuellen Enthaltsamkeit, wie es im Vinaya niedergelegt ist, so gedeutet, dass es nur auf den heterosexuellen Verkehr mit Frauen zuträfe."
Prof. Dr. Eva K. Neumaier

"Buddhistische Klöster scheinen im alten Japan bereits früh Zentren homosexueller Aktivität gewesen zu sein; der Berg Koya, der Sitz von Kukais Kloster, wurde zum Beinamen für gleichgeschlechtliche Liebe."
wikipedia: Japanisches Zen-Mönchtum

"Als Novize im Kloster wurde Ikkyu natürlich in homosexuelle Praktiken eingeweiht ... Ikkyus Vorliebe für Frauen ... war dagegen sehr intensiv, und er verlor schliesslich das Interesse an der homosexuellen Liebe"
aus dem Buch Lust und Erleuchtung

Homosexualität, Schwule, Lesben:
Buddha hat dies nicht explizit als negativ befunden - erst seine weniger erleuchteten Nachfolger hafteten hier an.
Wie obiges Zitat zeigt, waren heterosexuelle Beziehungen unter japanischen Mönchen tabu, aber nicht homosexuelle ... Die Beziehungen zwischen alten Mönchen und jungen Novizen wurden im Sinne einer liebevollen Hinwendung als Ideal angesehen - einschliesslich aller homoerotischen Aspekte. Auch im etwas moderneren Japan waren Beziehungen zwischen alten, reichen Männern und deren jüngeren Dienern sehr verbreitet.

"Du fragst, was dich von Buddha unterscheidet? Das, was du mit dir herumträgst: Männer glauben, dass sie "Männer" sind, Frauen glauben, dass sie "Frauen" sind. Hier liegt die Wurzel der Illusion."
Sawaki Kôdô Rôshi

"Als Issan Dorsey 1989 in einer feierlichen Zeremonie als Abt des Zen-Zentrums eingesetzt wird, hat er bereits einen langen Weg hinter sich: Er wächst auf als ältestes von 10 Kindern, wird aus der U.S. Navy wegen Homosexualität entlassen, nimmt fast jede nur erdenkliche Droge, agiert als Drag Queen, lebt auf der Straße, in Kommunen, beginnt unter der Anleitung von Shunryu Suzuki mit der Zen-Übung und wird schließlich ein hochgeschätzter buddisthischer Lehrer und Gründer des Maitri-Hospizes für Aidskranke."
aus dem Buch In Tau gekleidet von Issan Dorsey

"Belegen kann er seine Weisheiten allerdings nicht: Auf die Frage, wo und wann der Buddha die Lehre, daß Sexualität unter gleichgeschlechtlichen Partnern verboten sei, verbreitet hätte, antwortete der Dalai (Lama) mit einem klaren: 'I don’t know'."
Schwule im Buddhismus: Dalais delay

Es gibt schon einige buddhistische und ZEN-Gemeinschaften in denen sich viele Mitglieder zu ihrer Homosexualität bekennen oder gar fast überwiegend aus Homosexuellen bestehen. Auch der bekannte amerikanische ZEN-Meister Robert Aitken hat die Akzeptanz von Homosexualität in der ZEN-Tradition bezeugt. In seinen Lehrreden unterscheidet der ZEN-Meister Thich Nhat Hanh nicht mehr zwischen homo- und heterosexuellen. In seinem Laienorden sind beide Richtungen gleichermassen willkommen.
Vor der Kolonialisierung gab es in keinem Land des Theravada-Buddhismus Gesetzte gegen Homosexualität. Implizit kann man (nach A.L. De Silva) davon ausgehen, dass dieser Bereich eben zur normalen und akzeptieren Sexualität gehörte.
In tibetischen Klöstern gab es nach Melvyn Goldstein homosexuelle Beziehungen zwischen Mönchen. Es gab sogar bei einer bestimmten Mönchsschicht eine allgemeine Neigung zur Homosexualität. Lesbische Beziehungen gab es im alten Tibet zwischen adeligen Damen und deren Dienerinnen.

"Oberste Priorität für den Entwurf einer buddhistischen Sexualmoral für die heutige Zeit sollte die Ethik des Nicht-Verletzens und der Respekt für den anderen haben. Generell wird in der buddhistischen Ethik eine Handlung vor allem nach ihrer Intention und Motivation bewertet. Erst die Motivation gibt der Handlung ein moralisches Gewicht. Das bedeutet: Es ist nicht der sexuelle Akt als solcher, der über die moralische Qualität entscheidet, sondern die Motivation der Beteiligten."
Prof. Dr. Eva K. Neumaier

"Die Tat, die im nachhinein Reue verursacht und Weinen und Tränen bringt, ist übel getan. Die Tat, welche keine Reue nach sich zieht und Freude und Glück bringt ist wohl getan."
Buddha im Dhammapada

Resume:
Resumieren kann man hier ganz im Sinne Buddhas, dass der Mittlere Weg eben auch in der Sexualität der buddhistische Weg ist.
Häufig wurde dem Buddha eine Sex-Unterdrückung oder Weltabgewandheit nachgesagt - dies ist aber definitiv falsch. Er hatte ganz normal Sex, heiratete und zeugte einen Sohn. Dann distanzierte er sich vom persönlichen Ausleben solcher Anhaftungen. Aber die Sexpraktiken und -Ausschweifungen welche er dann unter seinen Änhängern mit bekam und hier ständig vermitteln und schlichten musste, zeigt ihn als nicht weltfremd und mitten im Leben stehend.
Für einen Laienbuddhisten ist Sex im Rahmen des Mittleren Weges ein Bestandteil des Lebens selbst und selbst in der Homosexualität noch akzeptabel. Wichtig sind generell nicht die Praktiken und Stellungen an sich, sondern in welcher Gesinnung sie mit dem Sexpartner erfolgen. Sex übersteigert auszuleben ist Anhaftung und Sex zu unterdrücken ist ebenfalls Anhaftung - im rechten Masse und mit dem richtigen Partner ausgelebt, kann dies sogar ein Schritt in Richtung Erleuchtung sein.
Als buddhistischer Mönch hat man sich aber auch vollständig dem Sex zu enthalten - so ist die Überlieferung und so ist dies auch in vielen Kulturen integriert.
Viele heutigen ZEN-Meister sind Laien-Meister, haben einen Beruf und ein "zivieles Leben" in dem sie ihre Erleuchtung umsetzen. Sogar Äbte von ZEN-Klöstern haben Frau und Kinder (siehe Abt Muho).
Eine Frau, eine Familie, sind für ZEN-Mönche kein Hindernis für ein erleuchtetes Leben und die Erleuchtung - aber es ist sicherlich schwieriger, mit dem Mehr an Verantwortung und der grösseren Anhaftung.

"Gegen nicht konforme sexuelle Orientierungen zu kämpfen hat das Anhaften an Formen als seine Ursache, genauso wie es das Anhaften an konforme sexuelle Orientierung hat."
Eine Buddhistische Betrachtung des Sex

"Ach, die Leute sind ja seltsam. Beim Zazen und bei der Arbeit denken sie an Sex. Und umgekehrt."
ZEN-Meister Meister Deshimaru

Interessante Links: Sexualität (Buddhismus)
Empfängnisverhütung (Buddhismus)
Schwangerschaftsabbruch (Buddhismus)
Dr. Alexander Berzin: Fragen der buddhistischen Sexualethik
Dr. Alexander Berzin: Einführung in die buddhistische Sexualethik
Die aktuelle Biomedizin aus der Sicht des Buddhismus
Meister Ikkyu: ZEN, SEX UND SAKE
Eine buddhistische Sexualmoral für unsere Zeit
Buch: Lust und Erleuchtung
Sexualität in vom Buddhismus beeinflussten Kulturen
Sexualität und Religion: Der Buddhismus
Homosexualität (Buddhismus)
gaysangha - schwule und buddhismus in berlin
Buddhismus und Homosexualität
BuddhaWeg-Sangha: HOMOSEXUALITÄT
Tunten ins Nirvana? - Homosexualität im Buddhismus
Homosexualität und Theravada Buddhismus
Homosexuality and Theravada Buddhism
Glauben mit Lust und Liebe
Käufliche Liebe und Tod


"der ZEN-Mönch und das Freudenmädchen, so sitzen wir hier. Vom Kosen und Küssen verzückt, fühl ich mich gewiss nicht wie im Höllenfeuer!"
ZEN-Meister Ikkyu in einem Gedicht ...