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| Theorie, Philosophie und Anschauung von ZEN !
"Das Zen wendet sich gegen versteinerte Bräuche und Kultpraktiken,
die den Blick auf was Wesentliche verhindern.
Buchstabengelehrtheit und Dogmatismus wirft es über Bord,
um den Geist frei zu machen für die Erleuchtung ..."
Verfall des ursprünglichen Buddhismus
"... es gibt keine Lehre, die in Worte gefasst werden kann.
Da nichts weiter zu sagen ist, ist die Versammlung geschlossen"
Aufkommen des Chan in China:
"Wenn du einen Finger siehst, der auf den Mond zeigt,
ist es doch klüger, den Mond anzuschauen als den Finger."
Der Taoismus im ZEN:
"... dass die Zeit nicht schnell und auch nicht langsam vergeht.
Wir laufen nur zu schnell oder zu langsam an ihr vorbei."
Im ZEN geht es darum (wie in vielen anderen Religionen auch) den höchsten geistigen oder Wesenszustand zu erreichen. Im ZEN liegt dieser nicht in der Weltabgewandheit, in einem Einsiedlerleben an einsamen Orten, sondern bedeutet, mitten im Leben zu sein, ohne Verblendungen, ohne Illusionen, ohne Einbildungen, ohne Vorurteile, ohne der Welt sein eigenes ich "aufdrücken" zu müssen. Ein ZEN-Meister/-Erleuchteter lebt einfach mitten in der Welt - also eine ganz realitätsbezogene "Religion".
"Die fünfte Stufe ist es, wenn der Mensch allenthalben in sich selbst befriedet lebt, Dieses Zitat beschreibt exakt die 2 zusätzlichen "Seins-Ebenen" welche ZEN uns erschliesst. Wir sehen, die Konzepte von ZEN sind nicht einmalig und sind auch in anderen Kulturkreisen "entdeckt" worden. Hätte Meister Eckehart im fernen Osten gelebt, wäre er wohl auch ein bedeutender ZEN-Meister geworden.
"Wer sich ernsthaft für Zen interessiert, der sollte einen klaren Weg gehen,
bei dem vom Verstand über die Seele bis zum Körper ein Großputz erfolgt und
aller Ballast über Bord fliegt.."
Viele sehen als Ziel des ZEN Samadhi oder Nirvana,
aber das ist erst die vorletzte Stufe nach Meister Eckehart.
Sicher gibt es viele Erleuchtete, welche abgeschieden in einer Höhle oder Hütte, fern der Gesellschaft diesen Zustand auskosten müssen.
Aus Sicht des ZEN haftet man damit an dieser Stufe noch immer an.
ZEN geht den Schritt vom Nichts wieder zurück in die Welt.
Wenn Du morgen auf Deinem Weg durch den Alltag einem ZEN-Meiter begegnest,
dann wirst Du ihn (als solchen) erst einmal gar nicht erkennen,
nach aussen ist ein ein Mensch wie Du und ich.
Du stehst genau wieder dort, wo Du ursprünglich warst - nur mit einem neuen Hintergrund, einer anderen Wahrnehmung und einem absolut freien Erleben und Denken!
"Es gibt noch einen anderen Weg, der Wirklichkeit gegenüberzutreten, Ethische Grundregeln im Buddhismus:
"Es ist in Wahrheit doch so:
Indem wir am System des Konsumdenkens teilhaben, verletzen wir bereits die erste, zweite und dritte Regel.
Der vierten Regel zu folgen, das heißt unschickliche Rede zu vermeiden, ist ebenfalls sehr schwer.
Denken wir nur an all die Werbung und politische Propaganda, an all die Lügen und Übertreibungen in den Medien und in der Erziehung.
Wir haben all dies zu hinterfragen, selbst wenn es legal zugeht.
Die Buddhisten haben es in Asien bisher bevorzugt, mit dem Staat und dem Rechtssystem Seite an Seite zu koexistieren.
Ich denke, wir müssen diese Haltung überprüfen."
"Die Ethik des Zen ist eine Situationsethik ...
Das macht es schwierig, dem Zen irgendwelche ethischen Systeme oder Theorien zu entziehen.
Das macht ihn aber andererseits empfänglich für eine sich stetig wandelnde Welt und Gesellschaft und fähig,
auf die Fragen und Nöte eines technologischen Zeitalters in Auslegung der alten Regeln zu reagieren."
Keine Esoterik - nur Exoterik!
"...dass Rinzai, als er letztlich nach langem und eifrigen Ringen
erwachte, das berühmte 'Ah, ist das alles, was es mit Ôbakus Buddha Dharma auf sich hat?'
ausstieß. Das ist die Übertragung. Aus der Distanz mag das ziemlich prächtig und mystisch sein,
aber der unschätzbare Schatz ist nur gewöhnlich und alltäglich, wenn man auf ihn einen Blick aus der Nähe werfen konnte."
"Der Buddhismus ist gottfrei, also kann es nichts geben, zu dem sich eine mystische Verbindung herstellen ließe.
Die Gleichsetzung des Buddhismus mit Esoterik und Mystik ist das größte aller Missverständnisse."
Ein Mönch fragt: "Was beduetet das: heilig zu sein?" | |||||