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Die ZEN-Meditation

Mein
ZEN-Spruch  
des Tages:

Manuela Dunn Mascetti


Dass es keinen Lehrer gibt, ist eine der wichtigsten Lektionen im ZEN: Es kann nicht gelehrt werden. Wir können es nur durch eigene Erfahrung ... erlangen.

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Die ZEN-Meditation !

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"Man hat Körperpflege zu einem Kult erhoben, aber wer kümmert sich um die Pflege der Gedanken? Immer mehr Kriege, immer mehr Kriminalität, immer mehr Scheidungen."
Focus Reportage: Zen - Eine Woche im Kloster Tenryu-ji

"Mit solchen Übungen kultiviert der Zen eine ganz bewusst irrationale Denkweise, deren Ziel es ist, das Denken aus den gewohnten Gleisen zu werfen, die Verkrustungen des Geistes zu sprengen und ihn so für die Erleuchtung zu öffnen.."
Dr. phil. Christian Ruch

Buddhismus und westliche Wissenschaft
In diesem Artikel unter der Überschrift wird das Konzept der Achtsamkeit des (ZEN-)Buddhismus mit seiner Bedeutung für unsere "westliche" und "moderne" Welt hervorgehoben:

  • Achtsamkeit im Alltag und bei alltäglichen Handlungen
  • Achtsamkeit in Kampfsportarten
  • Achtsamkeit in der empirischen Psychologie
  • Achtsamkeit in der Psychoanalyse
  • Achtsamkeitstherapien
  • Achtsamkeit in der Meditation

Am Ende dieses Artikels ist in einfacher Form eine Anleitung zur (ZEN-)Meditation, welche jeden ernsthaft suchenden eben zur Erleuchtung führen kann ...

"... (ein) Zen Meister, der Interessierten anbot, die Kunst von Geld und Macht zu erlernen. Schüler kamen von überall her, die meisten litten unter ihrer Machtlosigkeit und den erdrückenden Geldsorgen. Nach einem halben Jahr intensiver Meditation fragten sie den Meister, warum er damals Geld und Macht zum Thema gewählt hätte. Für keinen der Schüler hatte dies noch irgendeine Bedeutung. Die Sehnsucht nach Macht über andere, die vielen Wünsche, was noch alles zu haben und erreichen sei, das ganze Verlangen war insgesamt verschwunden. 'Wie hätte ich euch sonst zum Meditieren gebracht?' antwortete der Meister."
Luxus in der Wüste

"Daher ist für mich traurig zu sehen, dass es immer noch viele Zen-Übende gibt, die sich selbst Schüler von Meister Dogen nennen, und die trotzdem glauben, dass Zen eine Sache des Geistes und nicht des Körpers sei. Sie glauben, dass es um Satori gehe - und nicht um das Sitzen mit verschränkten Beinen."
Muho, Abt des Zen-Kloster Antaiji

Illusionäre Erwartungen an die Meditation?
Ein Problem bei der ZEN-Meditation sind die Erwartungen eines ZEN-"Neulings", eines Anhängers einer buddhistischen Sekte oder eines Konvertiten, der von der Esoterik zum ZEN kommt: alle haben falsche Vorstellungen, was die ZEN-Meditation ist und was sie einem bringt, bringen kann. Dazu einmal folgendes Zitat:

"Manche Anfänger stellen sich Meditation als etwas sehr Pompöses vor, so als ob in ihrer Meditation Lichtblitze erscheinen, Meister oder Engel zu ihnen sprechen müssten oder dergleichen. Und dann sind sie enttäuscht, dass da "nichts" ist ... Eher werden sie erstaunt feststellen, wieviel statt 'nichts' wirklich in ihnen ist, wenn sie die subtilen Eindrücke in ihrer Meditation wahrzunehmen lernen."
Aus dem Artikel: Allgemeines über Meditation

"Das heißt, dass der Sinn von Zazen nicht daran liegt, Kenshô ('Satori') zu erleben oder sich durch einen Berg von Kôans durchzuarbeiten um eine 'Urkunde der Erleuchtung' (Inkashômei) zu erhalten. Zazen besteht aus nichts als einfach nur Sitzen."
Uchiyama Kôshô Rôshi

"In Antaiji wird unverfälschtes Zen ausgeübt. Das heißt, dass Zazen nur um seiner selbst willen praktiziert wird. Zazen bringt nichts - keinen Gewinn. Zazen führt uns auch nicht zu Erleuchtung - Zazen selbst muss als Ausdruck der Erleuchtung hier gelebt werden."
ZEN-Abt Muho

Irgendwelchen aussersinnlichen Wahrnehmungen, Erscheinungen, Telephatischen oder Psychokinetischen Kräfte mag es geben oder nicht: das ist nicht das Ziel von Buddha und von ZEN, man hat es nicht zu nutzen und nicht daran anzuhaften. Manche ZEN-Meister haben so etwas nie selbst erlebt und andere haben es erlebt und überwunden. Im ZEN ist es wichtig solche "Sachen" nicht wichtig zu nehmen, nicht daran zu haften und vorallem das nicht zur Schau zu stellen wie viele Yogi!

"Entstehen wie Beseitigen der Täuschung sind beides Täuschungen."
Huang-po

Dieses Zitat zeigt worum es geht. Der Mensch ist voller Täuschungen und Illusionen, die ihn letztendlich unglücklich machen. Sobald er dies wirklich durchschaut, ist er buddha-gleich. Solange er sich aber noch einbildet, diese zu durchschauen, unterliegt er schon wieder der nächsten Täuschung. Damit sind wir mitten im Thema des Koans, wie dieses letztendlich eines ist, das den Geist dazu bringen soll, unsere Erleuchtung nur erkennen zu können. Der Weg dahin ist das Zazen (die typische ZEN-Meditation) gepflastert mit vielen Koans, die dem Meditierenden die Wirklichkeit immer tiefer erfahren lassen ...

Wie kommt ein ZEN-Schüler an sein Ziel?

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"Was Buddha lehrt, hat nur das eine Ziel:
Des Denkens Raum zu überqueren.
Ist still geworden der Gedanken Spiel,
Was nützt dann noch Buddhas Lehren?
aus dem Buch von Huang-po

"Zazen ist das Selbst, welches das Selbst in das Selbst hineinbaut."
Sawaki Kodo Roshi

"Doch darf nicht vergessen werden, dass Za-zen und das Koan nicht an sich der Zweck des Zenlebens sind."
Alan Watts in "Vom Geist des ZEN"

Dies Zitat zeigt uns was wichtig ist: alles muss man hinter sich lassen, selbst die buddhistische Richtung der man sich zugehörig fühlt, selbst Buddha muss man hinter sich lassen - wer selbst nur noch an Buddha anhaftet, kommt niemals an das Ziel! Der Buddhismus und insbesondere ZEN gibt dem Schüler viele Hilfsmittel an die Hand, viele "Fahrzeuge", viele Aussprüche, so auch die Meditation (!) - wer aber am Ziel angekommen ist, erkennt wie falsch, wie unwahr, wie trügerisch alle diese Hilfsmittel waren. Sie können einem Schüler nur in einer bestimmten Situation helfen, ein kleines Hindernis zu überwinden, aber sie helfen niemanden die Erleuchtung zu erlangen.
Ein Erleuchteter muss auch die Meditation hinter sich lassen - sie ist nur noch ein liebgewonnenes Hilfsmittel, an dem man nicht anhaften darf .

"Die Verdrängung (der Gedanken in Meditation) erfolgt im Zen in der Regel dadurch, dass den Inhalten die Energie entzogen und entweder auf die Vorstellung der Leere, oder auf das Koan übergeleitet wird. ... Dadurch vermehrt sich die Bereitschaft der unbewussten Inhalte, ins Bewusstsein einzubrechen. ... Der Zusammenhang ist ein im wesentlichen kompensatorisches Verhältnis: Die Inhalte des Unbewussten bringen nämlich alles an die Oberfläche, was im weitesten Sinne zur Ergänzung, d.h. zur Ganzheit der bewussten Orientierung nötig ist."
Carl Gustav Jung

"Nirgends wirst du so gnadenlos mit dir selbst konfrontiert wie in Zazen. Du wirst all das an dir sehen, was du lieber nicht gesehen hättest. Und je reiner dein Zazen ist, desto durchsichtiger wirst du dir werden. Je durchsichtiger du dir wirst, desto deutlicher werden dir deine schmutzigen Seiten vor Augen kommen. Nur wenn du dich wirklich selbst erkennen willst, praktiziere Zazen."
Sawaki Kôdô Rôshi

Stufen in der Meditation?
Gegenüber Anfängern wird nicht so offen darüber gesprochen, dass es verschiedene "Stufen" der (und in der) Meditation gibt. Einerseits ist es gut, dass das ZEN nicht so in den Vordergrund rückt und sich Anfänger dadurch verwirren lassen oder eine falsche Erwartungshaltung aufbauen. Andererseits ist es so, dass die meisten ZEN-Lehrer diese selbst gar nicht kennen und damit auch ihren Schülern nicht mitteilen können. Aber es gibt schon einmal "Unfälle" mit/in der Meditation so, dass dieses Wissen einem ZEN-Lehrer hilfreich wäre um dem Schüler helfen zu können. Wie auf diesen Web-Seiten schon an anderer Stelle erwähnt kennen sich selbst erfahrene und bekannte Meditationslehrer darin überhaupt nicht aus.
Im Buddhismus unterscheidet man zwischen "Konzentrativer Meditation" und "Einsichtsmeditation". (Angeblich) verstärken sich diese Meditationen gegenseitig und braucht der Schüler beide um vollständige Erleuchtung zu erlangen. Erstaunlicherweise gibt es diese beiden Richtungen sogar im ZEN, obwohl sie nicht so gelehrt und aus dem Buddhismus übernommen werden. Die Konzentrative Meditation hat 8 Fortschrittsstufen und die Einsichtsmeditation endet bei 16 Stufen. Die Einsichtsmeditation ist der Fokus im Soto-Zen, hier achtet / beobachtet / registriert man nur seine Gedanken (und Gefühle). In der Rinzai-Schule "konzentriert" man sich auf ein Koan (Gegenständliche Meditation - das Koan ist der Meditationsgegenstand). Wir im ZEN haben den Anspruch uns eben nicht auf viele einzelne und kleine Stufen zu konzentrieren und an unserem Lebensende noch immer nicht bei der letzten Stufe angekommen zu sein, nein, beim ZEN realisieren wir die Erleuchtung / Erweckung (mehr oder weniger) auf einen Schlag. Insofern kann jeder, der den ZEN-Weg beschreitet noch in genau diesem Leben erleuchtet werden - bei den Buddhisten sieht das schon schlechter aus, die stellen sich schon auf mehrere Leben ein, um dieses "Lernpensum" zu schaffen. Schliesslich tendiert jeder dazu sich selbst seine eigene Erwartungshaltung zu erfüllen.

Das Sazen, die ZEN-Meditation
Das vorgenannte Zitat zeigt den psychoanalytischen Zusammenhang zwischen der Meditation und dem Satori-Erlebnis. Wichtig ist es, den unkontrollierten, ständigen Strom an Gedanken zum Versiegen zu bringen - entweder durch "Konzentration" auf die Gedanken, auf das Atmen oder auf ein Koan.
Früher war die Chan-Meditation noch den yogischen und buddhistischen Praktiken entlehnt. Man atmete dabei bewusst ein und aus und achtet nach verschiedenen Techniken auf bestimmte Punte im Atemzyklus. Das führt sicherlich auch noch heute an das Ziel, ist aber nicht mehr die wesentliche Praktik im ZEN. Das ist heute das Koan-Studium.

"Mit 'Dummheitsmeditation' meine ich die Beobachtung, dass einige die Meditation des Ruhigen Verweilens (Sanskrit: shamatha) so praktizieren, dass sie ohne Klarheit bloß dumpf dahindämmern. Dadurch tritt zwar eine körperliche Entspannung und Beruhigung ein, doch die eigene Dumpfheit wird damit nur verstärkt. Ziel des Ruhigen Verweilens ist die Zunahme von Klarheit und anderen Qualitäten eines Buddha. Wer nur dumpfes Dahindämmern übt, kann nicht erwarten, dass dadurch die Qualitäten eines Buddha hervortreten. Bei manchen Übenden zeigt sich die Klarheit des Bewusstseins darin, dass sie sich der eigenen turbulenten Gedanken bewusst werden. Sie interpretieren dieses Phänomen auch als Vermehrung ihrer Gedanken und kommen zu dem Schluss, dass es Ziel der Übung des Ruhigen Verweilens ist, die vermehrten Gedanken zu unterdrücken, damit endlich Ruhe einkehrt. Dies ist ein Missverständnis."
Tsoknyi Rinpoche

"Deshalb ist es sehr wichtig, weder am Denken noch am Nicht-Denken festzuhalten.
Du darfst Dich nicht durch das, was in Deinem Geist geschieht, aus der Fassung bringen lassen."
Seung Sahn

Die Meditation (in Verbindung mit einem Koan) soll gerade dazu dienen, Deinen unruhigen Geist, Deine vielen Gedanken mit einem Koan zu beschäftigen und damit mehr zur Ruhe kommen lassen. Wie das letzte Zitat zeigt, wäre es aber auch falsch zwanghaft "nicht-denken" zu wollen. Wir sind hier im Buddhismus und damit ist kein Extrem richtig, sondern der "mittlere Weg". Beobachte einfach Deine Gedanken, wie sie kommen und auch gehen, hafte nicht an Ihnen, werde nicht emotional, bleibe unbeteiligter Beobacher. Wenn Du dann erkennen kannst, dass die Gedanken ja eigentlich gar nicht von Dir kommen und nicht zu Deiner Identität, Deinem Individuum gehören, fängst Du gerade an, das Sein zu verstehen ...

"Es gibt keinen leichten Weg. Dogen sagt:
die den leichten Weg suchen, suchen nicht den wahren Weg.
...Denke also nicht darüber nach, ob Zen leicht oder schwer ist.
Zen ist genauso, wie es ist."
Seung Sahn

In der Praxis ist es (leider) immer so, dass kein Schüler den leichtesten Weg nimmt und, dass der Weg immer schwerer wird als es vorstellbar war - ich möchte gerade noch nicht sagen, dass jeder immer seinen schwersten Weg wählt. Leichte Wege zum Ziel gibt es hier definitiv nicht, leichte Wege werden nie zu diesem Ziel führen können. Aber in Deiner ZEN-Praxis und Deiner Meditation solltest Du Dir darüber keine Gedanken machen: es kommt, wie es kommt. Leicht und schwer sind ja auch wieder nur unzureichende Begriffe einer Wirklichkeit, die doch so anders ist. Wenn Dein Weg weder leicht noch schwer ist, dann bist Du schon ein gutes Stück auf Deinem Weg dem Ziel näher gekommen.

"Meditationssucht speist sich aber auch daraus, dass man tatsächlich glücklich ist und das Gefühl hat, in diesem Zustand der Meditation nichts mehr zu brauchen. So vergeudet man sein Leben auf dem Kissen und kapselt sich ab, anstatt sein Leben mit seinen Liebsten und Freunden zu verbringen oder generell das Leben, die Natur und Kultur zu genießen."
von einer ZEN-Aussteigerin

"Meditation im Handeln ist der Meditation im Stillsitzen milliardenfach überlegen."
ZEN-Meister Hakuin

Wo und wie meditieren?
Viele haften an der Vorstellung an, dass man nur ZENler werden kann, wenn man im perfekten Lotussitz, in einem perfekt eingerichteten Dojo meditiert. Das ist Anhaftung an Äusserlichkeiten, die ein ZEN-Anfänger schnell ablegen sollte. Natürlich kann dies "schön" sein, vielleicht auch noch ein klein wenig hilfreich, aber die innere Einstellung und das innere Geschehen sind weit wichtiger. Was viel wichtiger ist, ist dass man sich konditioniert und häufig/immer im selben Raum auf dem selben Platz übt - für den Anfang kann auch motivierender sein, in einer Gruppe zu üben.

"Fortgeschrittene können überall meditieren, auch auf einem Marktplatz oder in einer verrauchten Kneipe, für den Anfang aber ist es förderlich, sich ein ruhiges Plätzchen zu suchen, wo du ungestört bist. Mit der Zeit wird diese Stelle die Schwingung deiner Meditationen annehmen, und dies vertieft deine Meditation wiederum. Dieses Prinzip ist allgemein bekannt; es ist der Grund, warum Kirchen, Tempel und Schreine gebaut werden."
Zen-Meister Shunryu Suzuki: Allgemeines über Meditation

"Es macht uns klar, das gute Bedingungen zwar wichtig sind, aber man kam letztendlich überall praktizieren, selbst als Sklave im Puff. Darikapa beklagte sich nicht, sondern er nützte den Freiraum, den er hatte. Und er hatte Erfolg. Er erreicht die Heiligkeit nicht als König, sondern als Sklave. Und er gründet eine spirituelle Gemeinschaft nicht mit der Würde seines königlichen Amtes, sondern als einfacher Haussklave im Bordell. Noch dazu in einem hinduistischen Tempel."
Sutra: Sklave im Bordell

"Vermeide Zazen unmittelbar nach dem Frühstück oder Mittagessen; es ist besser, eine Weile zu warten. Tempelrituale und -gebäude haben ihren Wert. Wenn du dich aber auf Zazen konzentrierst, vermeide sie. Hafte nicht an Predigten und Anweisungen, denn sie tendieren dazu, deinen Geist zu zerstreuen und zu stören. Grünes Wasser und blaue Berge - das sind gute Orte zum Umherschweifen. Neben Bächen und unter Bäumen – diese Plätze beruhigen den Geist."
Keizan Jokin (1268-1325)

Am Ende der Meditation steht die Erleuchtung ...
Wie C.G.Jung schon sagte, die Erleuchtung ist nicht planbar, kann nicht berechnet werden und kommt immer unerwartet für den Betroffenen! Dies mag uns Übende enttäuschen, dass wir letztlich so wenige direkt dafür tun können - aber andererseits gibt es jedem von uns die Hoffnung, dass wenn wir nur gut genug den "Boden bereiten", wir doch "unerhofft" an der Erleuchtung teilhaben dürfen.
Das Satori kommt nicht nur unerwartet, sondern es kommt meist eben nicht in / wärend der Meditation, sondern im Alltag! Erleuchtung wird Dich (wenn überhaupt) mitten in einer Alltagssituation überraschen und überwältigen, genau dann, wenn Du überhaupt nicht daran denkst. Mit der Meditation legst Du die Basis und bereitest Dein Unbewusstes vor. Also meditiere nicht den ganzen Tag, denn damit beschneidest Du Dich der Möglichkeiten für Satori. Lebe Deine Meditation, Dein Koan, Deine Bewusstheit im Alltag - damit hast Du viel mehr Möglichkeiten für das Satori, dass es eintrifft.
Die Erleuchtung ist nicht vom Studium von Schriften, dem IQ oder dem Bildungsstand abhängig, im alten China sind schon "ungebildete Hilfskräfte", z.B. Gärtner oder Koch erleuchtet worden.
Wichtig ist hier: diese Erleuchtung im Sinne von ZEN (und auch wie sie Buddha erfahren hatte!) ist nichts esoterisches, man schaut nicht den "Himmel" oder "Gott" oder in das "Jenseits" - diese Begriffe müssen bis dahin alle abgelegt werden! Man schaut "einfach" "sich selbst und die Welt" wie alles wirklich ist und wie "verblendet" man vorher im Leben war, um es nicht wirklich leben zu können, wie es ist ...

"Der Vorgang des Satori ist gedeutet und formuliert als ein Durchbruch eines in der Ichform beschränkten Bewusstseins in die Form des nicht-ichhaften Selbst."
Carl Gustav Jung im Vorwort zu: Die grosse Befreiung

"Wenn du dich von der Meditation erhebst und nicht-bewusst handelst, ist dieses Handeln selbst ein Koan."
Keizan Jokin (1268-1325)

Am Ende der Meditation steht die Erleuchtung ... oder doch nicht?
In der Soto-Schule des ZEN gibt es keine "Erleuchtung" am Ende einer langen Meditation. Meditation ist hier nur Selbstzweck ohne ein bestimmtes Ziel zu erreichen und erst recht nicht eine Erleuchtung:

"Wenn der Rôshi deshalb sagte, dass 'Zazen überhaupt nichts bringt' (dies war Sawaki Rôshis Ausdruck für das Zazen, bei dem es nichts zu gewinnen und nichts zu erkennen gibt), dann glaubten sie, dass er das nur so dahinsage, und dass ihnen ihre Praxis des Zazen irgendwann doch noch einmal 'irgendetwas' einbringen werde."
Uchiyama Kôshô Rôshi

"In unserer Schule bedeutet Zazen nicht die Vorbereitung auf Satori. Wir üben einfach Zazen. Dafür ist nichts weiter notwendig ... Du kannst auch dein Satori und deine Illusionen zuhause lassen. Bring überhaupt nichts mit zum Zazen! Zazen bedeutet einfach zu sitzen - und das ist alles."
Uchiyama Kôshô Rôshi

Würden Sie sich nach nun etwa 30 000 Std Zazen als erleuchtet bezeichnen?
"Nein."
"Erleuchtung? Nein danke, bitte nicht für mich."
der (deutsche) ZEN-Abt Muho vom japanischen Kloster Antaiji

Ist ein Koan zum Meditieren zwingend notwendig?
Wie hier schon an anderer Stelle erwähnt, hat sich Chan in China in eine Nord- und Südschule aufgespalten. Nur in der Südschule und in der daraus hervorgegangenen heutigen Rinzai-Schule wird die Erleuchtung nur noch über Koans gelehrt. Koans sind im Zen erst später genutzt worden und die aus der Nordschule hervorgegangene heutige Soto-Schule lehrt eine langsame Erleuchtung über Studium und Wissen - ohne Koans!
Auch wenn Du "nur" Deine Gedanken zum Stillstand bringst - ganz ohne Koan -, kannst Du nach buddhistischen Schulen zwar nicht Buddha werden, aber erleuchtet und aus den Daseinskreislauf ausscheiden - das Ziel wird den meisten von uns wohl ausreichen ...

"Jeder Platz kann zum Dojo werden. Ich muss nur ein Schild aufhängen, dann kommen Schüler und praktizieren Zazen. Nach meiner Abreise wird dieser Platz wieder zu einem normalen Lebensraum."
Kodo Sawaki

"Vieles, was sich im Osten in den Zen-Klöstern als monastische Form entwickelt hat ... Bis jetzt haftet dem Zen im Westen zu sehr der Geruch von "Konvertiten" an. Rituale, Kleidung, Klanginstrumente, die im Laufe der Geschichte in Klöstern eingesetzt wurde, spielen eine wichtige Rolle und verdecken oft das Wesentliche ... Buddhistische (imitierte oder wirkliche) Mönchsgewänder, der Stil eines Sesshin, Räucherstäbchen, (bis hin zum kahlgeschorenen Haupt) werden in manchen Gruppierungen für sehr wichtig gehalten. Der Hang zu äußeren Formen ist eine Anfängerkrankheit."
Willigis Jäger

Die "Anfängerkrankheit" auch noch für Fortgeschrittene!
Wie oben zu erfahren ist, braucht man für die ZEN-Meditation und den ZEN-Weg nichts Äusseres! Man braucht keinen Dojo, keine Buddha-Bilder, keine Räucherstäbchen, kein ZEN-Kissen, keine Wand anzuschauen, keine Mönchsrobe und keinen kahl geschorenen Kopf - dies ist alles nur Anhaftung und eine Hürde auf dem Weg zum Ziel. Dein Dojo ist genau da wo DU gerade stehst und Dein Meditationsplatz ist genau unter Deinen Füssen - lass Dein gesamtes Leben Meditation sein, bei jedem Schritt. Es mag für Anfänger einen "Anmachfaktor" haben, seltsame ostasiatische Riten zu erleben, fremde Sprachen zu sprechen, Weihrauch zu riechen und sich vor einer Buddha-Statue zu verbeugen - aber das hat Buddha alles nicht so gewollt und nicht dazu geraten! Viele ZEN-Meister haben dies alles als Dualität und Anhaftung entlarft - wann kannst Du das auch?

"Sakyamuni jedoch wollte keine Religion gründen; im Gegenteil, er betonte die Nutzlosigkeit religiöser und ritueller Übungen."
Willigis Jäger

"Als ich in Eihei-ji war, hat der eine oder andere Godo Dinge gesagt, dann der Tanto, usw. Dann kam der Kyosaku: 'paf, paf, paf!' Ich konnte nicht in Ruhe Zazen machen! Für mich ist zuviel Kusen noch störender als ein Schnarcher."
Kojun Kishigami Osho

Meditation in Stille?
Für einen Anfänger ist es sicherlich das Ideale in absoluter Stille zu meditieren, damit man nicht ständig über das nachdenkt oder sich darüber ärgert was man hört. Für einen Fortgeschrittenen kann es sicherlich eine gute Übung sein, bei seiner lauten Lieblings-Rockmusik oder dem Lärm einer Strasse zu meditieren und zu beobachten, ob man daran noch irgendwie anhaftet. Wenn Du richtig meditierst, hörst Du dann diese laute Musik oder die äusseren Geräusche überhaupt nicht mehr - wenn Du sie noch hörst oder gar noch Worte verstehst, dann bist Du erst in "Entspannung" und noch lange nicht in "Meditation".

"Beim Kinhin kam ich kaum hinterher, der dortige Meister lief, als wenn sämtliche Dämonen der Unterwelt hinter ihm her war."
Religionsforum: Buddhismus

Kinhin und Meditation ...
Es ist Tradition sitzende Meditation mit laufender Meditation abzuwechseln. Wenn man laufend meditiert, nennt man das Kinhin. Der Sinn ist wohl eher darin zu suchen, dass man zwischen dem exzessiven Stillsitzen Bewegung braucht, die Beine entspannen muss und den Kreislauf wieder etwas anregen muss. Beim Laufen sollte man weiter Meditieren, wie im sitzen. Manche Meister lassen ein sehr langsames Kinhin machen, mit einem Schritt bedächtig vor dem anderen, andere lassen Ihre Schüler richtiggehend schnell laufen, bis rennen (siehe obiges Zitat). Aber auch hier heisst es, nicht an der konkreten Form anzuhaften ...

shakuhachi zen meditation Suizen

Suizen und die Shakuhachi ...
Die Shakuhachi auch ZEN-Bambusflöte genannt, war auch ein Weg zur Erleuchtung in einer ZEN-Sekte (des Gründers Zenshi Fuke). Dies wurde auch der Weg des Blasens oder der Bambusweg (Chiko-Do) genannt. Die Shakuhachi ist eine Flöte aus einem Stück Bambus mit 5 gebohrten Löchern und an beiden Seiten offen. Die Shakuhachi stellt das gesamte Sein da: das Mundstück ist der Himmel, das andere Ende die Erde und die 5 Löcher stehen für die 5 Elemente. Nachdem ehemalige Samurei in Japan nicht mehr Kämpfen und keine Waffen tragen durften, haben sie sich als Shakuhachi-Spieler durchgeschlagen, gebettelt. Sie haben dann nur ihre Shakuhachi aus dem schweren und dickeren unteren Teil der Bambuspflanze gemacht und dies auch als Schlagkeule benutzt - es war ja keine Waffe, sondern ein Instrument ...

Interessante Links: An dich, der du noch immer unzufrieden mit deinem Zazen bist
Achtsamkeit im Buddhismus
Allgemeines über Meditation
Einübung in die Zen-Meditation
Die Kunst, eine Bambus-Flöte zu spielen.
Shakuhachi Index
ausführliche Geschichte der Shakuhachi
Put-Zen!
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Zen-Meditation im Gefängnis
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Offene Meditationsgruppe bei Frankfurt (Soto-ZEN)
Zen-Meister Shunryu Suzuki: Allgemeines über Meditation
Studie: Zen-Meditation reinigt den Geist
Buddhismus und sein Verhältnis zu Rauschmitteln
Meditation - Form und Inhalt einer fragwürdigen Psychotechnik

"Aber wenn es Ihnen darum geht, die Praxis von Zazen ernsthaft zu erlernen, da kann ich Ihnen leider keinen japanischen Tempel empfehlen ... Sie können natürlich nach Antai-ji gehen, wenn Sie wollen, aber wenn Sie Ihre Praxis des echten Zens vertiefen wollen, können Sie das tun, ohne Europa zu verlassen. Wenn Sie aber deshalb nach Japan gehen, werden Sie enttäuscht sein: erwarten Sie dort nichts Wunderbares ..."
Kojun Kishigami Osho