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| Die ZEN-Meditation !
Buddhismus und westliche Wissenschaft
Am Ende dieses Artikels ist in einfacher Form eine Anleitung zur (ZEN-)Meditation, welche jeden ernsthaft suchenden eben zur Erleuchtung führen kann ...
"... (ein) Zen Meister, der Interessierten anbot, die Kunst von Geld und Macht zu erlernen.
Schüler kamen von überall her, die meisten litten unter ihrer Machtlosigkeit und den erdrückenden Geldsorgen.
Nach einem halben Jahr intensiver Meditation fragten sie den Meister, warum er damals Geld und Macht zum Thema gewählt hätte.
Für keinen der Schüler hatte dies noch irgendeine Bedeutung.
Die Sehnsucht nach Macht über andere, die vielen Wünsche, was noch alles zu haben und erreichen sei, das ganze Verlangen war insgesamt verschwunden.
'Wie hätte ich euch sonst zum Meditieren gebracht?' antwortete der Meister."
"Daher ist für mich traurig zu sehen, dass es immer noch viele Zen-Übende gibt,
die sich selbst Schüler von Meister Dogen nennen, und die trotzdem glauben,
dass Zen eine Sache des Geistes und nicht des Körpers sei.
Sie glauben, dass es um Satori gehe - und nicht um das Sitzen mit verschränkten Beinen."
Illusionäre Erwartungen an die Meditation?
"Manche Anfänger stellen sich Meditation als etwas sehr Pompöses vor, so als ob in ihrer Meditation Lichtblitze erscheinen,
Meister oder Engel zu ihnen sprechen müssten oder dergleichen.
Und dann sind sie enttäuscht, dass da "nichts" ist ...
Eher werden sie erstaunt feststellen, wieviel statt 'nichts' wirklich in ihnen ist,
wenn sie die subtilen Eindrücke in ihrer Meditation wahrzunehmen lernen."
"Das heißt, dass der Sinn von Zazen nicht daran liegt, Kenshô ('Satori') zu erleben oder
sich durch einen Berg von Kôans durchzuarbeiten um eine 'Urkunde der Erleuchtung' (Inkashômei) zu erhalten.
Zazen besteht aus nichts als einfach nur Sitzen."
"In Antaiji wird unverfälschtes Zen ausgeübt.
Das heißt, dass Zazen nur um seiner selbst willen praktiziert wird.
Zazen bringt nichts - keinen Gewinn.
Zazen führt uns auch nicht zu Erleuchtung - Zazen selbst muss als Ausdruck der Erleuchtung hier gelebt werden."
Irgendwelchen aussersinnlichen Wahrnehmungen, Erscheinungen, Telephatischen oder Psychokinetischen Kräfte mag es geben oder nicht: das ist nicht das Ziel von Buddha und von ZEN, man hat es nicht zu nutzen und nicht daran anzuhaften. Manche ZEN-Meister haben so etwas nie selbst erlebt und andere haben es erlebt und überwunden. Im ZEN ist es wichtig solche "Sachen" nicht wichtig zu nehmen, nicht daran zu haften und vorallem das nicht zur Schau zu stellen wie viele Yogi!
"Entstehen wie Beseitigen der Täuschung sind beides Täuschungen."
Dieses Zitat zeigt worum es geht. Der Mensch ist voller Täuschungen und Illusionen, die ihn letztendlich unglücklich machen. Sobald er dies wirklich durchschaut, ist er buddha-gleich. Solange er sich aber noch einbildet, diese zu durchschauen, unterliegt er schon wieder der nächsten Täuschung. Damit sind wir mitten im Thema des Koans, wie dieses letztendlich eines ist, das den Geist dazu bringen soll, unsere Erleuchtung nur erkennen zu können. Der Weg dahin ist das Zazen (die typische ZEN-Meditation) gepflastert mit vielen Koans, die dem Meditierenden die Wirklichkeit immer tiefer erfahren lassen ... Wie kommt ein ZEN-Schüler an sein Ziel?
Dies Zitat zeigt uns was wichtig ist: alles muss man hinter sich lassen,
selbst die buddhistische Richtung der man sich zugehörig fühlt, selbst Buddha muss man hinter sich lassen -
wer selbst nur noch an Buddha anhaftet, kommt niemals an das Ziel!
Der Buddhismus und insbesondere ZEN gibt dem Schüler viele Hilfsmittel an die Hand, viele "Fahrzeuge", viele Aussprüche,
so auch die Meditation (!) - wer aber am Ziel angekommen ist, erkennt wie falsch, wie unwahr, wie trügerisch alle diese Hilfsmittel waren.
Sie können einem Schüler nur in einer bestimmten Situation helfen, ein kleines Hindernis zu überwinden,
aber sie helfen niemanden die Erleuchtung zu erlangen.
"Die Verdrängung (der Gedanken in Meditation) erfolgt im Zen in der Regel dadurch,
dass den Inhalten die Energie entzogen und entweder auf die Vorstellung der Leere,
oder auf das Koan übergeleitet wird. ...
Dadurch vermehrt sich die Bereitschaft der unbewussten Inhalte, ins Bewusstsein einzubrechen. ...
Der Zusammenhang ist ein im wesentlichen kompensatorisches Verhältnis:
Die Inhalte des Unbewussten bringen nämlich alles an die Oberfläche,
was im weitesten Sinne zur Ergänzung, d.h. zur Ganzheit der bewussten Orientierung nötig ist."
"Nirgends wirst du so gnadenlos mit dir selbst konfrontiert wie in Zazen.
Du wirst all das an dir sehen, was du lieber nicht gesehen hättest.
Und je reiner dein Zazen ist, desto durchsichtiger wirst du dir werden.
Je durchsichtiger du dir wirst, desto deutlicher werden dir deine schmutzigen Seiten vor Augen kommen.
Nur wenn du dich wirklich selbst erkennen willst, praktiziere Zazen."
Stufen in der Meditation? Das Sazen, die ZEN-Meditation
"Mit 'Dummheitsmeditation' meine ich die Beobachtung, dass einige die Meditation des Ruhigen Verweilens (Sanskrit: shamatha) so praktizieren, dass sie ohne Klarheit bloß dumpf dahindämmern.
Dadurch tritt zwar eine körperliche Entspannung und Beruhigung ein, doch die eigene Dumpfheit wird damit nur verstärkt.
Ziel des Ruhigen Verweilens ist die Zunahme von Klarheit und anderen Qualitäten eines Buddha.
Wer nur dumpfes Dahindämmern übt, kann nicht erwarten, dass dadurch die Qualitäten eines Buddha hervortreten.
Bei manchen Übenden zeigt sich die Klarheit des Bewusstseins darin, dass sie sich der eigenen turbulenten Gedanken bewusst werden.
Sie interpretieren dieses Phänomen auch als Vermehrung ihrer Gedanken und kommen zu dem Schluss, dass es Ziel der Übung des Ruhigen Verweilens ist,
die vermehrten Gedanken zu unterdrücken, damit endlich Ruhe einkehrt. Dies ist ein Missverständnis."
"Deshalb ist es sehr wichtig, weder am Denken noch am Nicht-Denken festzuhalten. Die Meditation (in Verbindung mit einem Koan) soll gerade dazu dienen, Deinen unruhigen Geist, Deine vielen Gedanken mit einem Koan zu beschäftigen und damit mehr zur Ruhe kommen lassen. Wie das letzte Zitat zeigt, wäre es aber auch falsch zwanghaft "nicht-denken" zu wollen. Wir sind hier im Buddhismus und damit ist kein Extrem richtig, sondern der "mittlere Weg". Beobachte einfach Deine Gedanken, wie sie kommen und auch gehen, hafte nicht an Ihnen, werde nicht emotional, bleibe unbeteiligter Beobacher. Wenn Du dann erkennen kannst, dass die Gedanken ja eigentlich gar nicht von Dir kommen und nicht zu Deiner Identität, Deinem Individuum gehören, fängst Du gerade an, das Sein zu verstehen ...
"Es gibt keinen leichten Weg. Dogen sagt: In der Praxis ist es (leider) immer so, dass kein Schüler den leichtesten Weg nimmt und, dass der Weg immer schwerer wird als es vorstellbar war - ich möchte gerade noch nicht sagen, dass jeder immer seinen schwersten Weg wählt. Leichte Wege zum Ziel gibt es hier definitiv nicht, leichte Wege werden nie zu diesem Ziel führen können. Aber in Deiner ZEN-Praxis und Deiner Meditation solltest Du Dir darüber keine Gedanken machen: es kommt, wie es kommt. Leicht und schwer sind ja auch wieder nur unzureichende Begriffe einer Wirklichkeit, die doch so anders ist. Wenn Dein Weg weder leicht noch schwer ist, dann bist Du schon ein gutes Stück auf Deinem Weg dem Ziel näher gekommen.
"Meditationssucht speist sich aber auch daraus, dass man tatsächlich glücklich ist und das Gefühl hat,
in diesem Zustand der Meditation nichts mehr zu brauchen.
So vergeudet man sein Leben auf dem Kissen und kapselt sich ab,
anstatt sein Leben mit seinen Liebsten und Freunden zu verbringen oder generell das Leben, die Natur und Kultur zu genießen."
"Meditation im Handeln ist der Meditation im Stillsitzen milliardenfach überlegen."
Wo und wie meditieren?
"Fortgeschrittene können überall meditieren, auch auf einem Marktplatz oder in einer verrauchten Kneipe,
für den Anfang aber ist es förderlich, sich ein ruhiges Plätzchen zu suchen, wo du ungestört bist.
Mit der Zeit wird diese Stelle die Schwingung deiner Meditationen annehmen, und dies vertieft deine Meditation wiederum.
Dieses Prinzip ist allgemein bekannt; es ist der Grund, warum Kirchen, Tempel und Schreine gebaut werden."
"Es macht uns klar, das gute Bedingungen zwar wichtig sind, aber man kam letztendlich überall praktizieren, selbst als Sklave im Puff.
Darikapa beklagte sich nicht, sondern er nützte den Freiraum, den er hatte. Und er hatte Erfolg.
Er erreicht die Heiligkeit nicht als König, sondern als Sklave.
Und er gründet eine spirituelle Gemeinschaft nicht mit der Würde seines königlichen Amtes, sondern als einfacher Haussklave im Bordell.
Noch dazu in einem hinduistischen Tempel."
"Vermeide Zazen unmittelbar nach dem Frühstück oder Mittagessen; es ist besser, eine Weile zu warten.
Tempelrituale und -gebäude haben ihren Wert. Wenn du dich aber auf Zazen konzentrierst, vermeide sie.
Hafte nicht an Predigten und Anweisungen, denn sie tendieren dazu, deinen Geist zu zerstreuen und zu stören.
Grünes Wasser und blaue Berge - das sind gute Orte zum Umherschweifen. Neben Bächen und unter Bäumen – diese Plätze beruhigen den Geist."
Am Ende der Meditation steht die Erleuchtung ...
"Der Vorgang des Satori ist gedeutet und formuliert
als ein Durchbruch eines in der Ichform beschränkten Bewusstseins
in die Form des nicht-ichhaften Selbst."
"Wenn du dich von der Meditation erhebst und nicht-bewusst handelst, ist dieses Handeln selbst ein Koan."
Am Ende der Meditation steht die Erleuchtung ... oder doch nicht?
"Wenn der Rôshi deshalb sagte, dass 'Zazen überhaupt nichts bringt'
(dies war Sawaki Rôshis Ausdruck für das Zazen, bei dem es nichts zu gewinnen und nichts zu erkennen gibt),
dann glaubten sie, dass er das nur so dahinsage, und dass ihnen ihre Praxis des Zazen irgendwann doch noch einmal 'irgendetwas' einbringen werde."
"In unserer Schule bedeutet Zazen nicht die Vorbereitung auf Satori.
Wir üben einfach Zazen. Dafür ist nichts weiter notwendig ...
Du kannst auch dein Satori und deine Illusionen zuhause lassen.
Bring überhaupt nichts mit zum Zazen! Zazen bedeutet einfach zu sitzen - und das ist alles."
Würden Sie sich nach nun etwa 30 000 Std Zazen als erleuchtet bezeichnen? Ist ein Koan zum Meditieren zwingend notwendig?
"Jeder Platz kann zum Dojo werden. Ich muss nur ein Schild aufhängen, dann kommen Schüler und praktizieren Zazen.
Nach meiner Abreise wird dieser Platz wieder zu einem normalen Lebensraum."
"Vieles, was sich im Osten in den Zen-Klöstern als monastische Form entwickelt hat ...
Bis jetzt haftet dem Zen im Westen zu sehr der Geruch von "Konvertiten" an.
Rituale, Kleidung, Klanginstrumente, die im Laufe der Geschichte in Klöstern eingesetzt wurde,
spielen eine wichtige Rolle und verdecken oft das Wesentliche ...
Buddhistische (imitierte oder wirkliche) Mönchsgewänder, der Stil eines Sesshin, Räucherstäbchen,
(bis hin zum kahlgeschorenen Haupt) werden in manchen Gruppierungen für sehr wichtig gehalten.
Der Hang zu äußeren Formen ist eine Anfängerkrankheit."
Die "Anfängerkrankheit" auch noch für Fortgeschrittene!
"Sakyamuni jedoch wollte keine Religion gründen;
im Gegenteil, er betonte die Nutzlosigkeit religiöser und ritueller Übungen."
"Als ich in Eihei-ji war, hat der eine oder andere Godo Dinge gesagt, dann der Tanto, usw.
Dann kam der Kyosaku: 'paf, paf, paf!'
Ich konnte nicht in Ruhe Zazen machen! Für mich ist zuviel Kusen noch störender als ein Schnarcher."
Meditation in Stille?
"Beim Kinhin kam ich kaum hinterher, der dortige Meister lief, als wenn sämtliche
Dämonen der Unterwelt hinter ihm her war."
Kinhin und Meditation ...
Suizen und die Shakuhachi ...
"Aber wenn es Ihnen darum geht, die Praxis von Zazen ernsthaft zu erlernen, da kann ich Ihnen leider keinen japanischen Tempel empfehlen ...
Sie können natürlich nach Antai-ji gehen, wenn Sie wollen, aber wenn Sie Ihre Praxis des echten Zens vertiefen wollen,
können Sie das tun, ohne Europa zu verlassen.
Wenn Sie aber deshalb nach Japan gehen, werden Sie enttäuscht sein: erwarten Sie dort nichts Wunderbares ..."
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