Warning: fopen(../log/sucher.txt) [function.fopen]: failed to open stream: Permission denied in /www/htdocs/w00e520d/fuer-uns-de/php/mf.inc on line 290

Warning: fwrite() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /www/htdocs/w00e520d/fuer-uns-de/php/mf.inc on line 291

Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /www/htdocs/w00e520d/fuer-uns-de/php/mf.inc on line 292
Erleuchtete Meister im Zen Buddhismus

Mein
ZEN-Spruch  
des Tages:

Manuela Dunn Mascetti


Dass es keinen Lehrer gibt, ist eine der wichtigsten Lektionen im ZEN: Es kann nicht gelehrt werden. Wir können es nur durch eigene Erfahrung ... erlangen.

  Michael chinesisch zen buddha chinesisch zen  Zen-Meister tao dao chinesisch zen
Anzahl Besucher: zen meister Seitenzähler Copyright 2007 © Michael chinesisch zen Impressum Design: mi fi 

Suchworte unter denen diese Web Seite zu finden ist:

zen buddhismus budhismus buddismus buddha erleuchteter lehrer tao taoismus daoismus chan heute kritik psychoanalyse

erleuchtung nirvana satori kensho koan mundo im zen buddhismus

erleuchteter meister roshi osho lehrer und mönch C. G. Jung

zen meister ZEN Buddhismus
61137 Schöneck, Hanau, Bad Vilbel Offenbach, Wiesbaden bei Frankfurt in Hofheim, Hessen, Deutschland ZEN-Buddhismus
Buddha Zen Buddhismus Zen-Meister zen meister buddha meditation erleuchtet zen buddhismus englisch deutsch erleuchtet

Erleuchtete Meister und Lehrer im ZEN !

zen meister chan bodhidarma

"Dass es keinen Lehrer gibt,
ist eine der wichtigsten Lektionen im ZEN: Es kann nicht gelehrt werden. Wir können es nur durch eigene Erfahrung ... erlangen."
aus dem Buch ZEN-Weisheiten

"Antaiji (ZEN-Kloster) ist keine Schule... Jeder von hier hat eine eigene Aufgabe und es liegt nur an jedem selbst diese zu lösen. Jeder hat nach sich selbst zu forschen, sich selbst zu durchdringen. Niemand vermittelt Dir hier irgendeine Lehre!"
von Mönchen aus dem ZEN-Kloster Antaiji in Japan (übersetzt von mir)

"...das Erwachen ohne einen Meister sei einem Meister ohne Erwachen vorzuziehen."
Dokuan Genkô [1630 - 1698]

Warum brauchen wir einen "erleuchteten" Meister - brauchen wir überhaupt einen Meister?
Dies ist ein schwieriges und im Buddhismus auch "politisches" Thema. Sicher ist es so, dass wenn ein Bundesbürger auf keinen Meister triff, er niemals erleuchtet wird. Andererseits ist es aber auch genau so, dass solange Du noch einen Meister hast, von ihm abhängst und ihn brauchst, Du niemals erleuchtet werden kannst. Erleuchtung heisst von allem Loslassen, eben auch von Deinem Meister! Die Vorteile die der sichere Hafen eines "erleuchteten" Meisters am Anfang bietet, werden mit Deinem Fortschreiten auf dem Weg, zu Fesseln und einem Käfig, was Du überwinden musst:

"Generell besteht jedoch die Auffassung, dass auf dem spirituellen Weg ein Guru nicht wirklich notwendig ist. Der Buddhismus ist in erster Linie eine Selbsterlösungslehre, weshalb keine Unterstellung unter besonders qualifizierte Meister gefordert ist.."
Buddhismus: 20 weit verbreitete Missverständnisse

"Die Lehrer oder die 'Organisatoren' des Glaubens sind auch ein Hindernis, nicht nur eine Hilfe. Sicherlich wird man das nicht so verstehen dürfen, daß Hilfe unzulässig sei. Es gibt Meister in allen Traditionen. Deren Meisterschaft besteht aber vor allem darin, das Selbst-Denken, die Macht über das eigene Denken zu lehren, nicht vorzudenken."
Lehre und Lehrer - Versuch einer Klärung

Selbst Buddha sagte: 'Selbst bin ich wissend. Wen sollte ich nennen? Niemand ist mein Lehrer'.
Padmasambhava: Fragten ihn die Menschen, wer er sei, und welchen Guru er habe, antwortete er: 'Ich habe weder Vater noch Mutter, weder Abt noch Guru, weder Kaste noch Namen. Ich bin der Selbst-Geborene Buddha.'

Bei vielen asiatischen / ostasiatischen, vor allem esoterischen Lehren wird "zwangsweise" ein (esoterischer) Guru gebraucht. Bei ZEN gibt es keine "esoterischen" Lehren und nicht "geistiges" (Gegenteil von Verstand...), was irgendeine Rolle spielt oder "übertragen" werden könnte. Die ZEN-Lehre ist eine "Selbsterlösung" und "Selbsterleuchtung" die jeder nur eigenverantwortlich betreiben kann. Insofern gibt es viele berühmte buddhistische und ZEN-Vorbilder, die alle ohne oder ohne irgeneinem bestimmten Meister erleuchtet wurden.

"Generell besteht jedoch die Auffassung, dass auf dem spirituellen Weg ein Guru nicht wirklich notwendig ist. Der Buddhismus ist in erster Linie eine Selbsterlösungslehre, weshalb keine Unterstellung unter besonders qualifizierte Meister gefordert ist."
Gen-Ki Ellen und Kyu-Sei Kurt Österle

"Was unterscheidet einen Schüler von einem Lehrer?" -
"Der Schüler hat die letzte Stufe noch nicht erreicht, der Lehrer hat sie vergessen."
angeblich von Tao-hsin

"Bobo Roshi hat nie von jemandem inka erhalten, aber nach einiger Zeit verstummten alle Zweifel, und er blieb als erleuchteter [wenn auch als etwas exzentrischer] Meister stillschweigend geachtet und anerkannt..."
Die Geschichte von Bobo Roshi

Es gibt aber auch eine Inflation von ZEN-Meistern in moderner Zeit, welche etwa nicht daher kommt, dass es heute so viele erleuchtete Meister gibt und früher eben nicht. Nein, der Meistertitel wird vielfach sich selbst vergeben oder zeugt nur noch von einem Studium des ZEN, aber heute eben nicht mehr von Erleuchtung! Ich habe erst vor kurzem von einem ZEN-Kloster in Ostasien gelesen, dass sie in einem Jahr über 50 (!!) ZEN-Lehrer bestätigt haben, die nun ihr eigenes Kloster oder ihre eigenen ZEN-Gruppe mit eigenen Schülern gründen dürfen.

"Ein System kann nur insofern intelligent sein, als die Leute, die sich in dem System bewegen, intelligent sind - und das scheint nicht immer der Fall zu sein. Wir wissen aus Japan, um nur ein Beispiel zu nehmen, dass die Autorisationen im Tempel in Familientradition weitergegeben werden. Dass also die Väter darauf schauen, dass ihre Söhne - unabhängig von ihren spirituellen Qualitäten - in irgendwelchen Klöstern zu Ehren kommen. Das ist natürlich korrupt ... Das System der Autorisation ist also keine Garantie für Qualität ... Ich hinterfrage darum die ganzen Autorisationen heute sehr. Zumal ein Mensch, der vor zehn Jahren glaubwürdig die Lehre weitergeben konnte, heute den Kriterien vielleicht nicht mehr standhalten kann."
Zen-Lehrer Marcel Geisser

"Das Problem ist natürlich nicht auf Soto- Zen beschränkt; japanische Rinzai- Priester kauften 'Erleuchtungszertifikate' um in der Rangfolge zu wichtigen von der Regierung protegierten Positionen aufzusteigen."
WER ÜBERTRÄGT WAS?

"Qualifikationen für die höheren Ränge erfordern weder Praxis noch Erkenntnis."
Zen Gelehrten William Bodiford

In früheren Jahrhunderten hatten die ZEN-Meister kurz vor ihrem Lebensende (nach vielleicht 40 Jahren ZEN) häufig noch nicht einmal einen einzigen geeigneten Schüler gefunden, dem sie ihr Kloster und Dharma guten gewissens übergeben konnten. Heute genügt es einem "Westler", wenn er 1-2 Jahre nach Japan geht, dann wird schon seine "Erleuchtung" bestätigt.
Manche ZEN-Meister sind heute keine Erleuchtete, sondern religiöse Politiker, Therapeuten oder Sozialarbeiter, die sicherlich viel gutes bewirken.

"Weil Zen so einfach ist, komplizieren ihn wohl einige Zen Meister, oder geben dem Zen einen sehr intellektuellen Anstrich. Manche Zen Lehrer, so glaube ich, haben die Lehren des Buddha, oder den Palikanon noch nie gelesen."
ZEN vom Ethik-Portal

"Alle, die gefunden haben, haben nichts anderes gefunden, als dass es nichts zu finden gibt."
Osho

Es gibt auch (buddhistische) Meister die übertrieben auffällig ihre "Meisterbestätigung" ins Internet stellen und bei einigen davon gibt es die Meinung, dass diese "Beweise" durchaus gefälscht oder zumindest kein Beweis für die Meisterschaft sind. Selbst der bekannteste und von allen anerkannte in Europa wirkenden ZEN-Meister Taisen Deshimaru hatte formell nie die Übertragung erhalten, wie ein Schüler von ihm berichtet:

"Aus offizieller Sicht hat Taisen Deshimaru das Shiho von seinem Meister Kodo Sawaki nicht formell erhalten, auch hat Deshimaru keine offiziellen Shiho seinen europäischen Schülern gegeben. ... die Dimension und Nachhaltigkeit von Deshimarus Wirken konnten schwerlich bestritten werden. Doch nach Deshimarus Tod wurde die Lage für einige seiner Schüler unbequem, die von der Shumucho nicht offiziell beglaubigt waren und im Vergleich zu Lehrenden in Amerika und Japan nicht als Außenseiter betrachtet werden wollten."
Zen Road

Interessant ist auch wie seine langjährigen Schüler nach seinem Ableben an einem solchen Titel klebten und ihn dann über Beziehungen schnell von anderen Meistern holten. Nur einer seiner Schüler war auf dem Weg weiter als die anderen, er wollte keinen Titel, weil dies nur Anhaftung ist ..

"Im japanischen Soto- Zen wurde von Manzan Dôhaku [1636-1714] ... dafür gestritten, man solle, geschuldet dem pyramidalen, hierarchischen Aufbau der Tempel-Linie, eine formale Übertragung gelten lassen, egal, ob der Betreffende ein Erwachenserlebnis hatte oder nicht."
WER ÜBERTRÄGT WAS?

Was kann ein erleuchteter Meister für Dich tun?
Das voherige Zitat zeigt es überspitzt: eigentlich nichts! Du muss schon alles selbst tun - niemand nimmt Dir das ab, auch nicht Dein Meister!
Ein Meister wird Dich von Deinem Weg fortstossen, auf einen neuen armseligen Pfad, den Du alleine beschreiten musst. Dann beobachtet er noch, dass Du auch auf dem Pfad bleibst - alles Andere liegt nur bei Dir. Wenn Du dann kurz vor dem Ziel bist, brauchst Du auch keinen Meister mehr der Dich beobachtet und zu den Du Dich schlechtesten falls zurück gezogen fühlst und damit nicht ankommst oder das nur verzögerst.

"Wenn du zu einem ZEN-Meister gehst, gibt er dir einfach nur eine Matte zum Sitzen und sagt: belästige mich nicht, denn es gibt nichts zu sagen. Sitz einfach still da, und du wirst es finden. Und wenn du es gefunden hast, vergiss bitte nicht, die Matte zurück zu geben, denn neue Schüler werden kommen."
Osho

"Der Meister ruft den Schüler nicht;
er will von ihm nichts, nicht einmal, dass er erleuchtet wird;
der Schüler kommt freiwillig und geht freiwillig ... Für den Meister gibt es nichts, was durch Worte zu erklären wäre, nichts von der Art einer heiligen Lehre."
aus dem Buch Zen-Buddhismus und Psychoanalyse

Stimmt alles was ein Meister sagt, kann man ihm glauben?
Viele Meister meinen es sicherlich gut mit Dir und Deiner Entwicklung - aber nicht wenige "schwarze Schafe" gibt es auch hier. Unten folgt das Zitat hierzu ...

"Die erste Stütze besagt, dass man sich nicht auf die Person, sondern auf die Lehre stützen sollte. Selbst wenn eine Person berühmt ist, sollte man nicht alles, was sie sagt, annehmen, nur weil sie berühmt ist.
Die zweite Stüzte besagt, dass man sich nicht auf die Worte, sondern auf deren Bedeutung stützen sollte. ... sollte man Worte annehmen, die zwar nicht schön und poetisch sind, aber einen zutreffenden Inhalt haben."
aus dem Buch Dalai Lama - Einführung in den Buddhismus

Buddha hat das mit seiner Menschenkenntnis schon genau gewusst, dass viele Meister die ihm nachfolgen, seine Lehre missbrauchen oder seinen Schülern falsche Informationen geben würden. Darum soll jeder Schüler (eigenverantwortlich!) selbst die Worte "seines" Meisters anhand der Lehre überprüfen und annehmen, was dazu passt und ablehnen, was dieser widerspricht.
Leider verfallen viele Schüler in eine dumme Gläubigkeit aller Worte eines Meisters und übernehmen diese unreflektiert. Dadurch entsteht dann in ZEN-Sekten Fanatismus und Intoleranz gegenüber anderen (auch Buddhisten).

"Die Leute stellen an jeden, von dem sie meinen, er sei in der Zen-Schulung bereits fortgeschritten, den Anspruch, er müsse vollkommen sein, er dürfe keine Gier mehr kennen, keinen Zorn, keine Unwissenheit keinen Dünkel. Aber das gibt es nicht. Das zu verwirklichenn ist ein Prozess, der sich während des gesamten Lebens vollzieht."
aus dem Buch Erleuchtung was ist das?

Aber zu Deiner Information und zur "Verteidigung" von Meistern weise ich Dich auf das "geschickte Mittel" hin. Das hat Buddha selbst angewendet und ist Bestandteil seiner Lehre. Ein Meister darf einen Schüler (geschickt!) belügen oder eine falsche Vorstellung vermitteln, wenn der Schüler dadurch dem Ziel ein klein wenig näher kommt. Heute würde ich so etwas als eine "Notlüge" bezeichnen, womit der Meister es durchaus "gut" mit dem Schüler gemeint hat.
Also legt die Worte eines Meisters nicht auf die "Goldwaage" - auch weil die hinter allem stehende Wahrheit nicht in Worte zu fassen ist und sich scheinbare Widersprüche zwangsläufig ergeben werden.

"Einst fragte ein Schüler seinen Meister: "Warum gibt es in diesem Land viele mittelmässige Lehrer die soviele Schüler anziehen und die wahren Lehrer werden nicht verstanden?"
Der Meister: "Ein leichtes Mädchen zieht viele Männer an und ein Misthaufen viele Fliegen."
Ursprung unbekannt ...

"Jemand, der sich selbst für einen Zenmeister hält und auch von anderen so behandelt werden möchte, ist nur ein Kindskopf. Ein wirklicher Zenmeister macht sich überhaupt keine Gedanken darüber, ob er nun ein Zenmeister ist oder nicht."
Sawaki Kôdô Rôshi

Warum sind erleuchtete Meister häufig noch nicht am Ziel?
Das nachfolgende Zitat zeigt, dass selbst Buddha noch anhaftet und nicht (gleich) vollständig erlöst war.
Frage Dich einfach einmal: Möchte Dein Meister noch die "Welt verbessern" oder alle seine Schüler "bekehren", legt er "Leidenschaft" an den Tag? Dann vergesse ihn - er ist Dir "nur" im Kopf voraus - weiter leider nicht ...

"Jemand fragte Joshu: Buddha ist der Erleuchtete ... Natürlich ist er frei von allen Leidenschaften, nicht wahr?
Joshu sagte: Nein, er ist derjenige, der die grösste aller Leidenschaften hegt!
Seine grösste Leidenschaft ist, alle Wesen zu retten ..."
Joshu

"Ich hatte gemischte Gefühle im Bauch, zwischen dem Ideal das ich von einem "ZEN-Meister" hatte und meinem wirklichen Meister.
Ich studiere die wahre Beziehung zwischen Schüler und Meister. Behalte daher immer im Kopf: der wahre Lehrer ist nur das Sazen (die ZEN-Meditation)"
vom ZEN-Abt Muho in Antaiji in Japan (übersetzt von mir)

Sind Meister auch wirklich "Meister" und auch "erleuchtete" Meister?
Sowohl den ZEN-Anfänger, als auch evtl. den fortgeschrittenen Schüler werde ich damit enttäuschen: "Meister" haben häufig nur aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit, ihrer (weltlichen) Verdienste oder aufgrund einer falschen Einschätzung diesen Titel "Meister" verliehen bekommen. Schon um das Jahr 800 (2. Zitat) und 1000 (1. Zitat) wurde erkannt, dass viele ZEN-Meister eigentlich zu unrecht so einen Titel führten.

"... und habe mehr als ein Dutzend Zen-Meister besucht. ... Auch diese Ehrwürdigen Meister des Zen, die ich alle besucht habe, hatten nichts Besonderes erlangt, von dem andere etwas haben könnten."
Pao-neng Jen-yang

"Diese Grünschnäbel-'Meister' heutzutage, die am Wegrand predigen - sie stopfen all den Reis in sich hinein, den sie bekommen können, und verlangen, verehrt zu werden. Dann versammeln sie hunderte Gefolgsleute um sich und behaupten: 'Ich bin der Meister. Ihr seid die Schüler.'"
ZEN-Meister Joshu

Wenn man dann noch bedenkt, wieviele neue Meister diese "falschen" Meister alle wieder ernannt haben, dann sollte auch dem letzten ZEN-interessierten klar werden, dass wahre ZEN-Meister nur noch selten zu finden sein werden.

»Ich fragte Katagiri Roshi ... einmal«, erzählt Ken Wilber in Einfach 'Das', »wie viele wirklich große Chan- und Zen-Meister es in der Geschichte gegeben hätte. Ohne zu zögern sagte er: 'Insgesamt höchstens tausend'. Und als ich ihn fragte, wie viele erleuchtete Zen-Meister es heute in Japan gäbe, meinte er: 'Nicht mehr als ein Dutzend'«.
Ken Wilbert in 'connection'

"Gute Lehrer sind rar. Achte darauf, dass der Lehrer für dich gut ist und nicht du gut für den Lehrer."
aus dem Buch Tausend Wege zum ZEN - David Baird

"Ralf Halfmann hat die Beeinflussung der Meditationserfahrung durch suggestive Infiltrierung mit Lehrinhalten im Rahmen der Zen-Schulung in der Association Zen Internationale (AZI) kritisiert. Was von seinen Beobachtungen auch im Hinblick auf andere Zen-Gemeinschaften verallgemeinerbar ist, bleibt zu prüfen, daß aber Zen-Erfahrung einfach so eine reine, von äußeren Einflüssen unabhängige Erfahrung sei, kann man allem Anschein nach verneinen. Zen ist instrumentalisierbar für jede Religion und Ideologie."
von Michael A. Schmiedel

Schüler, ihre falschen Erwartungen und ihr falscher Umgang mit Meistern!
Am Anfang mag es noch hilfreich sein, wenn ein ZEN-Neuling sich einer (erfahrenen) Zen-Gruppe oder einem "erleuchteten" Meister anschliesst. Leider herrschen hier bei solchen Personen ganz falsche Vorstellungen darüber, was die "Erleuchtung" ist und wie der Weg dorhin aussieht. Damit üben (die meisten) Zen-Schüler jahrelang und wissen noch immer nicht wohin sie damit kommen (wollen), wo der Weg liegt und wie dieser erfolgreich begangen werden kann. Ein "Meister" ist eigentlich nur ein wohlwollender Freund, ein "weiser Mann", der Dir Ratschläge geben kann. Aber er kann Dir wirklich nicht die Erleuchtung geben, Dir nicht die Erleuchtung zeigen und Dir auch nicht die Erleuchtung übertragen. Im ZEN musst DU alles selbst machen und alles nur mit eigener "Kraft" erreichen. Auch kannst Du weder die Verantwortung für Deine Erleuchtung noch Dein Bemühen an Deinen Meister abgeben.

"Sobald Du einmal Zen-Meister bist, versuchen die Leute recht bald, Dir Macht zu übertragen. ... Es gibt ne Menge Leute, die nur zu gerne diese Art von Macht annehmen. Sie drillen ihre Schüler zu bestimmen Arten von Erfahrungen, die sie dann für sie hilfsbereit als "Schritte auf dem Pfad zur Erleuchtung" etikettieren. Sobald ein Schüler genug davon einkassiert hat, verleiht ihm sein Meister die höhsten Weihen und der Schüler darf das alles dann dem nächsten aufzwingen.
Und so läuft dieser krankhafte Kreislauf immer weiter und weiter."
Zitat von einem Zen-Meister

Dies ist ein Zitat zu "Machtmissbrauch und ZEN". Machtmissbrauch auch im ZEN gibt es nicht nur durch Meister, die sich formal so nennen - aber keine Wirklichen sind, sondern eben auch durch ZEN-Schüler und -Schülerinnen, die es solchen Meistern geradezu leicht machen oder sie sogar in Versuchung führen, ihre Macht zu missbrauchen - siehe hier ... Kein Schüler darf Macht und Verantwortung an seinen Meister abgeben - Respekt ist das Einzige was dem Meister gebührt.
Vielen Christen die zum ZEN kommen (also fast alle ZENler im Westen!) fehlt eine Vaterfigur, ein "Priester oder Papst" der ihrer Zeit, ihrer Kultur und ihrer Erwartung entspricht. Diesen kommt genau ein ZEN-Meister moderner, westlicher Prägung recht, der dieses Vakuum füllt.

"Nicht selten weisen jene, die am Autoritätsanspruch eines Papstes kein gutes Haar lassen, Meistern und Gurus gegenüber eine völlig kritiklose und fast schon devot zu nennende Unterwürfigkeit auf. ... Daß dies Mißbrauch, sei er finanziell oder sexuell, begünstigen kann, liegt auf der Hand."
Christian Ruch: Buddhismus im deutschsprachigen Raum

"Paradoxerweise findet man heute in religiösen Bewegungen Leute, die in ihrer Jugend grosse Rebellen waren. Doch diese haben ihr Rebellentum an den Nagel gehängt und hangen nun an den Lippen eines Gurus, der sagt, wo's lang geht ..."
Prüfe und achte den Meister

Leider wissen diese ZEN-Neulinge noch nicht, dass ein alter Chan-Meister in China oder die alten ZEN-Meister in Japan für Sie nie akzeptabel gewesen wäre und diese Rolle gespielt hätten. Aber diese mordernen westlichen ZEN-Meister wissen sich zu vermarkten und kennen die Defizite der "Westler". Genau darüber wird dann eine Abhängigkeit erzeugt und eine devote Unterordnung, die gerade den Schüler der Erleuchtung eben nicht näher bringen wird, sondern sie sogar verhindert.

"Wer bereits als Schüler oder Schülerin eines spirituellen Weges bei einem anderen Meister angenommen wurde, kann normalerweise nicht auch noch bei uns Kurse mit sitzen ... Wer gastweise hier Zazen in den wöchentlichen Gruppen sitzen möchte, benötigt daher auch die Erlaubnis seines eigenen Meisters und von S. H.. Dass man sich vollständig auf nur einen spirituellen Meister und auf nur einen spirituellen Weg beschränken muss und kann, ist wohl für jeden selbstverständlich."
eine "anerkannte" ZEN-Meisterin aus Bayern

Hier scheint die Meisterin etwas verwirrt zu sein. Ein Schüler ist kein Besitz seines Meisters und auch nicht von Ihr, dass man hier über seinen Kopf hinweg seinen Besitz regeln möchte. Welches Bild über die Schüler/Meister-Beziehung haben denn heute solche eingebildten "Anfängermeister"? Jeder Schüler hat letztendlich die Eigenverantwortung für sich selbst, welchen Meister er besucht und mit welcher Gruppe er zusammen meditieren möchte. Vielleicht sollte diese Meisterin einmal studieren, was in Japan üblich war:

"Auf Japanisch heißt Mönch 'Unsui', was 'Wolke und Wasser' bedeutet. Wie das Wort schon beschreibt, betrieb der Mönch seine Übungen früher, indem er wie Wolke und Wasser von einem Ort zum anderen wanderte. Wo auch immer er einen guten Meister fand, blieb er für eine Weile. Dann verließ er das Kloster und ging weiter. Seine Übungsreise hatte kein Ende."
"Der Sinn dessen, dass Mönche früher wandernd übten, lag in diesem Dharma-Kampf, den man in den verschiedensten Klöstern mit den verschiedensten Rôshis versuchte."
Zitat aus einer Dissertation

Es ist gerade sehr wichtig, dass ein ZEN-Neuling nicht nur die begrenzte Sicht von nur einem Meister kennen lernt, sondern eher eine Vielfalt von Kontakten zu Meistern und Übungsgruppen sucht, um genug Hintergrundwissen und -Erfahrung zu gewinnen und sich optimal orientieren zu können. Meister und Übungsgruppen, welche den Vergleich mit anderen scheuen, sollten dringen gemieden werden. Hier liegt ein Sektenverhalten vor und werden Schüler gezielt in eine Abhängigkeit getrieben.
Wie weit greifen denn hier solche Abhängigkeit erzeugenden Meister noch in das Privatleben ihrer Schüler ein und wie weit lassen sich das ZEN-Anfänger/Schüler so denn gefallen? Das sind unschöne Sektenmethoden!! Natürlich ist das genau derselbe ZEN-Weg den der Schüler bei dem einen oder anderen ZEN-Meister lernt - da gibt es keine zwei Wege. Die Meisterin sollte sich einmal über die Nicht-Dualität gedanken machen. Gerade dem Anfänger kann es sehr viel bringen, sich verschiedene Meister und deren Methoden anzuschauen und das muss er nicht nacheinander machen, sondern kann er direkt vergleichen. Meister mit solchen Verboten, haben wohl Bedenken, sich mit anderen Meistern vergleichen zu lassen und auch ihre ZEN-Methoden. Denn nur dann würden Schüler erkennen, dass manche Meister sich kaum in verschiedenen Methoden auskennen und auch nie über ihren "Tellerrand" geschaut haben.

"Mein verstorbener Meister nahm mich mit zu einer mir fremden Sitzgruppe (weil ich ihn gefragt habe welcher Zen denn nun der Richtige und einzig Wahre ist). Beim Kinhin kam ich kaum hinterher, der dortige Meister lief, als wenn sämtliche Dämonen der Unterwelt hinter ihm her war. Lange Rede - kurzer Sinn: Der dortige Meister kam auf mich zu und sagte zu mir, dass ich falsch herum laufe beim Kinhin und sowieso falschherum meditiere usw. Mein Meister stand grinsen in der Ecke und ich verstand. Es gibt kein falsches oder richtiges Zen - es gibt nur Zen."
Religionsforum: Bericht einer ZEN-Anhängerin

Nach diesem Zitat solltet Ihr erkennen, dass alles "nur" ZEN ist, egal von welchem Meister Ihr es lernt und wie ein bestimmter Meister die ganzen Ritualen darum herum für sich (anders) interpretiert. Insofern bringt Euch ein mehrfacher Wechsel des Meisters so viel, dass Ihr seht, welcher Teil der Lehre überall "konstant" ist und was die einzelnen ZEN-Schulen und ZEN-Meister daraus machen und alles dazu dichten - das könnte Ihr auch schnell wieder vergessen und nicht daran anhaften.
Ein Meister passt seine Methoden dem Schüler an und nicht den Schüler seinen (unzureichend wenigen) Methoden. Ein Meister der anfangs für einen Schüler "gut" war, die erste Hürde zu nehmen, kann schnell untauglich sein für die nächste Hürde. Die Meister sind ja auch keine "Wunderknaben", haben nur eine begrenzte ZEN-Bildung und sind häufig didaktisch wenig talentiert. Insofern muss ein Schüler immer wieder neu entscheiden, ob er mit dem Meister noch weiter kommt oder einen anderen benötigt. Übrigends haben das historisch bekannte spätere ZEN-Meister genauso gehandhabt ...

"So nahm Stuart Lachs in einem 1994 verfaßten Artikel Beispiele von notorischem Machtmißbrauch in amerikanischen Zen-Zentren zum Anlaß, grundsätzlich über die strukturellen Probleme bei der Vermittlung des Zen von Japan in die USA nachzudenken."

"Besonders verdächtig ist es, wenn ein Meister auf seiner Homepage oder anderswo einen Brief oder ähnliches vorweist, um eine Lehrberechtigung zu zeigen. Wirkliche Meister haben solche 'Beweise' nicht notwendig, ..."
Lama oder Nicht-Lama, das ist hier die Frage

Ein Schüler sollte durchaus selbstbewusst sein, sich auch unabhängig von seinem Meister informieren, auch schon mal den Meister wechseln, auch dem Meister schon einmal widersprechen und andere Meinungen vertreten als sein Meister - eben genau ein "mündiger" Schüler sein. Nur dann hat er die Chance schnell "seinen" Meister zu finden, der für ihn selbst gut ist, und seinen persönlichen Weg zu finden, der ihn auch wirlich zum Ziel bringt.

"Wäre ich Christ, so würde mich der "Heilige Zorn" übermannen. Wäre ich Moslem, würde ich eine Fatwa aussprechen. Wäre ich Alkoholiker, würde ich eine Flasche Smirnow-Wodka leeren. Da ich aber Zen-Buddhist bin, bleibe ich gelassen, wenn auch nicht still, und gleichmütig, obwohl sich mir der Magen umdreht, wenn ich die Texte und Bilder von Zen-Lehrern mit Kleckerlätzchen (Rakusu) und anderen Mätzchen sehe, die mit Hilfe ihrer Clownsverkleidung bzw. Zen-Robe und viel heiligem Getue dafür sorgen, daß ihnen die Tausender in die Tasche gesteckt werden. Das ist eine geniale Entwicklung: Statt als irgendso ein billiger Coach am unteren Rande der Wichtigkeit dahinzuvegetieren, schwebt man als Zen-Lehrer für die Upper-Class auf einem Teppich aus Euroscheinen ins Nirvana."
Christoph Jantzen

ZEN, das Anhaften an Geld und der Komerz!
Die ersten Chan-Mönche in China waren noch Bettelmönche, ohne nennenswerten Besitz. In der nächsten Phase wollten sie unabhängig werden und gründeten Gemeinschaften und Klöster, um ihren eigenen Lebensunterhalt hart erarbeiten zu können.
In moderner Zeit findet man keinen Meister mehr der auf der Strasse bettelt - er bettelt beim Staat, bei Organisationen, bei Unternehmen und bei seinen Änhängern um Geld. Holzhacken oder ein Feld zur Ernährung bestellen ist auch kein "Job" mehr für einen heutigen westlichen ZEN-Meister. Die ZEN-Meister im Westen sind gezwungen finanziell zu überleben, indem sie möglichst viele Schüler und reiche Anhänger an sich binden, teure Seminare und Kurse anbieten und gar Erleuchtung nach Preiskatalog:

"Es sind nicht nur die stolzen Preise für buddhistische Kurse und Workshops, die die farbige Unterschicht abstösst."
Wenig farbige Anhänger in den USA ...

Wollen wir nur noch einer Religion für Reiche und Gebildete angehören - ist das nicht schon falsche Anhaftung? Es gibt schon ganze Ausbildungsreihen, wo der zahlende Schüler bestimmte Stufen erreichen kann, ja, ihm sogar der "Segen" gegeben werden muss, weil sonst keine Schüler mehr diese Seminare besuchen würden. Der Schüler kann sich dann mit dieser Anfangsinvestition "selbständig" machen und als Lehrer eigene Schüler anwerben.
Solche Praktiken sind ja auch schon lange bekannt bei NLP, Reiki und den Scientologen - nun auch bei ZEN (Verzeihung, wenn ich das so auf den Nenner bringen muss!).
Eine bekannte (durchaus seriöse) ZEN-Gruppe in München bietet "jedem" eine Vollmitgliedschaft an - das ganze kostet monatlich nur "schlappe" 200 Euro. Ihr könnt Euch denken, wer in dieser Gruppe ist und wer sich das nie leisten kann. Hier sind die Intellektuellen und die Bildungselite unter sich - ein Hauptschüler wird nie die Chance erhalten, sich dort zu entwickeln und auf den Pfad Buddhas zu kommen.
Ich habe das jetzt selbst erlebt, bei einer angeblich sehr traditionellen ZEN-Linie, wo alles in Japan beim Hauptkloster noch "abgesegnet" werden muss, dass es 10er Karten für ZEN gibt! Genauso wie ich in ein Schwimmbad gehe oder in ein Solarium, kann man heute mit 10er Karten zu ZEN gehen. ZEN verkommt zu einem Dienstleister für ein paar ruhige Stunden am Abend für den gestressten Berufstätigen - wenn das die alten Meister in China und Japan noch mitbekommen könnten ... Das Anpassen des ZEN an den Westen überschreitet irgendwo eine Grenze, wo es nur noch als Gruppentherapie, Phsychotherapie oder Sozialarbeit in die Gesellschaft integriert wird und "Geld die Welt regiert".
Ein bekannter (und durchaus empfehlenswerter!) ZEN-Meister in Frankfurt bietet in seiner "Pagode ..." ZEN-Grundkurse an, 12 an der Zahl. Wer hier eingeführt werden möchte, zahlt locker über 2000 Euro - Mönche müssen halt auch von etwas leben. Zu den ZEN-Kursen gehören dann so Sachen wie Yoga, Chakren, Gefühle, ... alles Sachen die streng genommen nichts mit ZEN zu tun haben, noch nicht einmal mit Buddhismus! Aber es bringt eben Geld von Schülern, die es haben und unkritisch ausgeben.
In den neuen Bundesländern war ein grosses Wellness-Ressort geplant gewesen. Um mehr Besucher anzulocken hat man dortigen ZEN-Mönchen (ZEN-Laien) angeboten, ihnen kostenlos ein Kloster zu bauen, wenn sie im Gegenzug dazu im Wellness-Ressort Seminare halten und sich (in Verkleidung) einbringen um dort Kunden anzuziehen.
...
Natürlich trifft dies nicht auf jeden ZEN-Schüler/Lehrer/Meister im Westen zu, aber jeder Interessierte sollte mit offenen Augen selbst beurteilen, inwiefern er sich bei dem nächsten ZEN-Meister oder der nächsten ZEN-Übungsgruppe selbst finanziell verstrickt und dem Meister/Lehrer ein zu angenehmes Leben ermöglicht.

What is the name of the best Dharma teacher?
Antwort: M.T. Ness

Welche bekannten Meister kann ich "empfehlen"?
Es gibt nicht viele grosse ZEN-Meister in Deutschland oder international die ich "empfehlen" könnte (und welche noch unter uns weilen...). Ein herausragender ist aber sicherlich Thich Nhat Hanh. Dieser kommt dazu noch weder aus China, noch aus Japan - er ist 1926 in Vietnam geboren und schon mit 16 Jahren zum Mönch ordiniert worden. 1957 errichtete er mit Freunden ein eigenes Kloster. Ein Forschungsstipendium erhielt er 1961 an der Universität Princeton (USA). 1967 wurde er bei einem Aufenthalt in den USA von Martin Luther King für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Er ging dann nach Paris und blieb in Frankreich bei Fontvannes (1971) und bei Bordeaux (1982). Seine Person kann ich bedenkenlos empfehlen. Aber ich warne in Frankreich in sein "Kloster" oder besser Dorf zu gehen. Dort gibt es keine Meinungsfreiheit, sind kritische Diskussionen unerwünscht, ist selbstständiges Denken unerwünscht, ist im Prinzip auch durch Gruppenzwang das Lesen von Büchern unmöglich. Das Lächeln der Mitglieder dort resultiert nicht aus Freude am Leben, sondern meist aus der Vorgabe lächeln zu müssen...
Er gehört in der Nachfolge zur Rinzai-Linie (welche 1191 von Meister Myoan Eisai in Japan gegründet wurde) und fühlt sich dem Theravada- und Mahayana-Buddhismus gleichermassen zu geneigt. Er ist sehr bei der Annäherung von Kirchen und in Friedens- und Sozialprojekten engagiert. Mehrere Bücher verfasste er, welche auch in deutsch zu erhalten sind.
Zusammen mit dem Dalai Lama ist er einer der prominestesten Vertreter des Buddhismus weltweit.

"Wenn Du Salat pflanzt und er wächst nicht so recht, wirst Du nicht dem Salat die Schuld geben.
Du suchst nach den Gründen, warum er nicht so richtig kommt.
Mag sein, dass er Dünger oder mehr Wasser oder weniger Sonne braucht.
Dem Salat wirst Du nie die Schuld geben.
Halte es mit Deinen Freunden, Partnern, mit Deiner Familie ebenso!."
Thich Nhat Hanh

Ganz neu habe ich vom ZEN-Meister Glassman Roshi erfahren und bin einfach begeistert. Nichts von religiösem Glamour, nichts von abgeschiedenem Klosterleben - er lebt (zeitweise) unter den Obdachlosen auf der Strasse in New York und hilft vielen Menschen in Not. Er lebt ZEN im Alltag und egagiert sich als Sozialarbeiter. Er geht mit seinen Schülern auf die Strasse und unter Menschen und zeigt ihnen, was ZEN bedeutet: Leben! Er ist deutschstämmiger Jude, geboren 1939 in New York und seine Eltern kamen aus Polen. Seinen Dr. machte er in Mathematik und arbeitete bei der NASA. Ab 1960 kam er in Berührung mit ZEN. Er studierte sowohl die Rinzai- als auch Soto-Richtung. Heute übt er die sogenannte Street ZEN Richtung aus. Den Orden ZEN Peacemaker gründete er für sozial engagierte Zenpraktizierende. Wie im Zitat unten zu lesen ist, ist sein Leben seine Lehre! Durch sein Mitgefühl für die Menschen und seinem Versprechen ihnen mit ganzer Kraft helfen zu wollen, outet er sich als einer der zeitgenössischen Boddhisattvas.
Links über Glassman Roshi:

"Wenn das, was du tust, auf Nicht-Dualität beruht,
dann wird dein Handeln zur Lehre."
Glassman Roshi

"Wenn du dich von der Meditation erhebst und nicht-bewusst handelst, ist dieses Handeln selbst ein Koan."
Keizan Jokin (1268-1325)

ZEN-Meister und doch kein Meister?
Nicht nur, dass schon vor 1000 Jahren, aber bis heute, viele ZEN-Meister ernannt wurden, die alle nicht erleuchtet waren. Sondern Meister ist gar kein "geschützer Begriff" - so kann sich einfach jeder nennen. Die einen Meister fälschen Schriftstücke und stellen sie als "Beweis" ins Internet - bei den anderen Meistern ist deren Meister gestorben, der sie angeblich zum "Meister" ernannt hat ... nachfragen und überprüfen kann da niemand mehr. Oder es stellt sich heraus, dass der Lehrer des Meisters gar kein Meister war, sondern nur einfacher Mönch - Beispiel:

Zensho W. Kopp - Sein Lehrer Viallet war lediglich Mönch unter Uchiyama, KEIN Dharma-Nachfolger, also steht Zensho Kopp NICHT in einer Übertragungslinie des Zen und keinesfalls in einer von Antaiji. Zensho Kopp ist KEIN autorisierter Zen-Lehrer.
Zitat aus dem DBU Forum

Deshimaru stammte in Japan von einer SotoZenLinie ab und behauptete, Schüler und Nachfolger des berühmten ZenMönchs Kodo Sawaki (18801965) gewesen zu sein. Dies wurde und wird jedoch von anderen, heute noch lebenden Schülern Sawakis bestritten. In der Tat erhielt Deshimaru kein formelles 'Shiho' (die offizielle Bestätigung als 'DharmaErbe') von Sawaki, sondern von Yamada Reirin. Auch lebte er nie in einem Kloster, sondern folgte Sawaki nur gelegentlich auf dessen Sesshins.
Zen und die AZI

"Warnung" vor den folgenden Meistern:
Von den nachfolgende Meistern sind im Internet ausführlich negative Berichte zu finden. Entweder gibt/gab es hier sexuelle Aktivitäten/"Abnormitäten", welche zumindest für unseren Kulturraum verwerflich sind. Oder das ganze ist zu sehr kommerziell oder die Anhänger werden zu sehr abhängig gemacht oder es ist nach Einschätzung von Fachleuten und nach meiner Meinung kein Buddhismus, der dort vermittelt wird. Meine Meinung ist, dass ich vor diesen Meistern den Anfänger warnen sollte, sich das sehr gut zu überlegen, ob man dort beitritt. Der erste Link ist ein allgemeiner Link

"Der umstrittene buddhistische Guru (Lama) Ole Nydahl, der auch über eine Gemeinschaft in der Steiermark verfügt und für weit rechts stehende Aussagen kritisiert wird, drohte dem LOGO ESOinfo&service mit Konsequenzen, wenn weiterhin ein kritisches Zitat über ihn ... zu finden sei. Auf meine wiederholten Rückfragen antworteten die Anwälte des buddhistischen Gurus nicht. Drohungen und Versuche, Kritik zu unterbinden und das LOGO ESOinfo&service 'mundtot' zu machen gab und gibt es immer wieder. Es ist demokratiepolitisch bedenklich, dass Gruppen, die Religionsfreiheit fordern, keine Meinungsfreiheit zugestehen."
LOGO ESOinfo&service - JAHRESBERICHT 2006

"Man verweist uns stets auf das Wort Demokratie, aber im Fall der AZI dient das in Wirklichkeit nur dazu, die geschickten Manipulationen einiger ehrgeiziger, aber charakterloser Personen zu vertuschen". Ausdrücklich warf er der Vereinigung 'Sippenwirtschaft und Klüngelei' vor.
Zen und die AZI

"...ein Zen-Meister hängt sich auf, ein anderer wird trunksüchtig, viele werden habgierig."
Erfahrungen eines respektlosen Zen- Schülers

"Der Lamaismus, hielten die SPD-Frauen ihrem Parteifreund Schily entgegen, sei "geprägt von Gewalt und Unterdrückung der Bevölkerung, Dämonenglauben, systematischem Missbrauch kleiner Kinder und frauenverachtenden Ritualen".