| ||||||
| |
| |||||
|
||||||
Suchworte unter denen diese Web Seite zu finden ist: zen buddhismus budhismus buddismus buddha erleuchteter lehrer tao taoismus daoismus chan heute kritik psychoanalyseerleuchtung nirvana satori kensho koan mundo im zen buddhismuserleuchteter meister roshi osho lehrer und mönch C. G. Jungzen meister ZEN Buddhismus61137 Schöneck, Hanau, Bad Vilbel Offenbach, Wiesbaden bei Frankfurt in Hofheim, Hessen, Deutschland ZEN-Buddhismus | ||||||
| Der ZEN-Meister Lin-chi (jap. Rinzai) aus China !Lin-chi I-hsüan (jap. Rinzai Gigen) wurde nach dem Jahr 810 mit dem Familiennamen Hsing geboren und ist 866/867 gestorben. Mit 20 Jahren wurde er zum Mönch ordiniert. Er studierte viele Jahre lang intensiv buddhistische Schriften, bis ihn eine Abscheu gegen diese Bücher erfasste und er alle fort warf. Erst nach 3 jahren bei Huang-po brachte er den Mut auf ein persönliches Gespräch mit seinem Meister zu suchen. I-hsüan wurde 3 mal in Folge für eine Frage von seinem Meister geschlagen. Darauf hin verlies er das Kloster und den Meister. In einer nahen Klause erlangte er dann kurz darauf Erleuchtung und kam doch wieder in das Kloster zu Huang-po zurück:
"'Dieser Wahnsinnige kommt hierher zurück, um an den Barthaaren des Tigers zu zupfen!'
rief der Meister, hocherfreut über die Einsicht seines Schülers.
Der Antwortete mit einem lauten 'HO!' ...
'Führt diesen Verrückten zurück in die Meditationshalle' sagte Huang-po lachend."
Lin-chi blieb nicht bei einem Meister, wie das heutige ZEN-"Meister" gerne fordern, nein er pendelte meist zwischen zwei Meister hin und her, die er sich eigenverantwortlich aussuchte. Darüber hinaus reiste er zu allen bekannten Meistern, um sich mit ihnen zu messen und von ihnen zu lernen. Im Jahr 849 machte sich Lin-chi dann auf die traditionelle Pilgerreise, nachdem er zum reifen ZEN-Mönch gereift war. Sein Meister wollte ihm zur Dharma-Übertragung "Beweise" mitgeben:
"Als ihm der Meister (Huang-po) am Klostertor Lebewohl sagte, bot er ihm einige Gegenstände an,
die er von seinem Lehrer, dem großen Pai-chang, erhalten hatte.
'Hier, nimm die Armstütze und das Lesepult', sagte Huang-po und
erteilte damit symbolisch seinem scheidenden Schüler die dharma-Übertragung. Ganz wichtig hier zu erkennen ist, dass Gegenstände aus dem Alltag oder Gegenstände aus dieser Welt nie geeignet sein können das dharma zu bestätigen, geschweige denn eine "Urkunde" woran heutige ZEN-Meister so anhaften, um zahlungskräftige Schüler anzuziehen. Lin-chi zog häufig durch die Lande und das gerne in Begleitung von P'u-hua. Beide verkörperten verschiedene Seiten der selben "ZEN-Medaille":
"P'u-hua bettelte jeden Vorbeikommenden auf dem Markplatz an, ihm eine Robe zu schenken,
war aber mit nichts zufriedenzustellen, bis ihm Lin-chi einen Sarg anbot und sagte:
'Hier habe ich eine Robe für dich machen lassen' ..."
Obwohl Lin-chi eine völlige Selbständigkeit gegenüber dem Gouverneur genoss, kam er nicht zu grossem Ruhm und blieb sein Tempel klein und abseits der ausgetretenen Pfade - ein ähnliches Schicksal sollte später den Gründer der Soto-ZEN-Schule ereilen. Er hatte wohl nicht mehr als 25 direkte Schüler. Lehren und Ansichten von Rinzai:
"Für mich sind die Bodhisattvas nichts als Scheiße im Kübel, Pfosten, um Esel anzubinden, Sträflinge in Ketten."
Er empfahl seinen Mönchen jede Hierarchie / Organisation, jede Sicherheit eines Tempels und alle Gönner zu meiden. Das lange meditative Sitzen sah er als nicht so wichtig an und bevorzugte den lebendigen und direkten Austausch zwischen ihm und seinen Schülern. Er lehnte überhaupt die ritualisierte Meditation ab. Das Rinzai ZEN ist bekannt für seine Koan-Meditation. Aber der Gründer dieser Richtung selbst, hat dies nie empfohlen oder intensiv praktiziert / praktizieren lassen.
"Die wirklich großen Männer des Ch'an, sagte er, seien von Anfang an Außenseiter gewesen,
und ihr Wert sei erst in späteren Jahren erkannt worden. Und das war in seinen Augen 'eine gute Sache',
denn wären sie überall anerkannt gewesen, was hätten sie dann überhaupt für einen Wert gehabt?"
ZEN zur Zeit von Rinzai: | |||||