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| Der ZEN-Meister Daigu Ryôkan !
"Wenn dein Herz rein ist, dann sind alle Dinge deiner Welt rein.
"Als fester Bestandteil des Lebens einer Dorfgemeinde konnte man Ryokan bei Dorffesten tanzend finden
oder wie er in Schänken mit den Bauern zusammensaß, erzählte, Pfeife rauchte, spielte und trank."
Daigu Ryokan wurde 1758 an der Westküste Japans (Izumozaki) geboren. Seine Mutter gab ihm den Namen Eizo. Er wurde ältester Sohn Sohn einer wohlhabenden Bürgermeisterfamilie und sollte auch das Amt antreten/erben. Mit 15 Jahren erhielt er entsprechend dem lokalen Brauchtum den Namen Bunko oder Fumikata. Schon sein Vater war ein bekannter Haiku Dichter. Zwischen 1771 und 1777 studierte er Literatur und Poesie bei dem konfuzianischen Gelehrten Omori Shiyo. Nach 1 Jahr Kaufmannslehre bei seinem Vater entschied sich Ryokan anders und wurde 1777 Mönch in einem ZEN-Tempel (Koshi-ji) und erhielt dann dort seinen bekannten Namen "Ryokan". Nach 4 Jahren Übung und mit 22 Jahren folgte er dann dem Meister Kokusen in dessen Soto-Tempel Entsu-ji nach Tamashima. 12 Jahre blieb er dann in diesem Tempel. Sein Meister Konkusen bestätigte ihm 1790 die "Erleuchtung" und verstarb dann auch bald darauf. 5 Jahre pilgerte Ryoikan durch das Land, bis er sich dann in einer Einsiedelei am Berg Kugami nieder liess. Das Leben dort war sehr beschwerlich, selbst Wasser und Holz mussten auf steilen Pfaden herauf getragen werden. Im Winter war er oft wochenlang vollständig eingeschneit. Dort lebte er nun vom Betteln war in der Gegend beliebt und ein Vorbild. Wenn die Dorfbewohner Hungersnöte hatten, musste er ebenfalls hungern. Die Dorfbewohner gaben ihm den Namen Temari-shonin („Hochwürden des Balls“ - weil er wohl viel mit Kindern ball spielte ...). Als es ihm gesundheitlich schlechter ging, zog er im Alter von 69 Jahren in das Haus seines Freundes und Förderers, des Kaufmanns Kimura Motouemon. Dort traf er dann seine berühmte Schülerin Teishin, eine geachtete Tanka-Dichterin, sie war wohl 40 Jahre jünger als er - es entstand daraus wohl eine besondere Zuneigung. 1830 ist er im Winter dauerhaft ans Bett gebunden hat schmerzhafte Durchfälle, juckende Hautausschläge und Schlaflosigkeit. Bis zu seinem Tod 1831 blieb die Nonne Teishin an seiner Seite. Schon zu Lebzeiten galt Ryokan als ausgezeichneter Dichter und auch Kalligraph.
Eine Geschichte von Ryokan:
"Der Dieb liess ihn da: Lehren und Ansichten von Ryokan:
"Oftmals vergaß er dabei seine kostbare Schale oder andere seiner Habseligkeiten.
Ryokans chronische Vergesslichkeit, seine Neigung, selbst die liebsten Gegenstände zu verlieren, waren legendär.
Er vergaß seine geliebte Schale, seinen Stab, seine Gedichtbände, seine Bücher, seine Kleidung.
... auf Anraten seiner Freunde hin, fertigte er eine Liste der Dinge an, die er immer bei sich trug
- wie Schale, Geld und Spielball, um die gesamte Liste sofort liegen zu lassen."
ZEN zur Zeit von Ryokan: | |||||