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| Der ZEN-Meister Bankei !Bankei Eitaku oder Kokushi wurde am 8. April 1622 (Buddhas Geburtstag) geboren in einer Familie armer Samurai und starb 1693. Nach andern Quellen war sein Vater Arzt und er eines von 9 Kindern. Er genoss eine konfuzianische Ausbildung in einer Schule. Mit 10 Jahren starb sein Vater. Mit 13 Jahren bekam er von einem Gönner seines Vaters eine kleine Hütte im Wald geschenkt, die er "Klause der Übung" nannte. Er meditierte und rezitierte "nembutsu". 15 Jahre alt trat er einem Shingon-Tempel bei. Er studierte esoterischen Buddhismus. 1631 kam er in den ZEN-Tempel von Umpo. Er lies sich sofort den Kopf schehren, wurde zum Mönch mit dem Namen Yotaku ordiniert. Noch unerleuchtet pilgerte er mit 19 Jahren durch die Gegend und verbrachte Jahre mit Bettlern unter einer Brücke in Kyoto. Er meditierte auf hartem Felsboden bis sein Hintern dauerhaft blutete und kasteite sich so schwer, dass er an Tuberkolose erkrankte. Er spukte Blut an die Wand und hatte dann dabei seine erste Erleuchtung. Danach gesundete er wieder.
"Später als er sich das Gesicht in einem nahen Fluß wusch, provozierte der Duft der Pflaumenblüten
eine weitere Einsicht ...
Als er zu Umpo zurückkehrte, bestätigte der sein satori als 'das Mark der Knochen Bodhidharmas'."
Mit 26 Jahre hatte er Satori und erhielt 4 Jahre später den Namen Bankei in Kyoto. Der 26 jährige Bankei machte sich in einer Provinz auf die Suche nach einem ZEN-Lehrer, der seine Erfahrung bestätigen konnte:
"Entsetzt mußte er zur Kenntnis nehmen, daß keiner von ihnen seine Erfahrung bestätigen konnte,
denn keiner von ihnen hatte selbst die Erleuchtung erfahren!
Ein freundlicher alter Priester war sogar so ehrlich, das zuzugeben,"
Er kam dann in das ZEN-Kloster von Dosha, aber weigerte sich Rezitationen und fremdartige Rituale zu praktizieren - er wurde hier Klosterkoch (tenzo). Am 21. April 1652 hatte Bankei beim Sitze eine weiter tiefe Erleuchtung. Er verlies das Kloster und zimmerte sich eine eigenen primitive Hütte. Schon von jungen Jahren an hatte er hellsichtige Erkenntnisse. Später vermied er es diese paranormalen Kräfte zur Schau zu stellen. Ein Daimyo bestellte ihn zum Meister seines Familientempels. Erst 1958 wurde er als Dharma-Erbe von Umpo bestätigt. 1672 wurde er vom Kaiserhaus zum ZEN-Abt eines Klosters in Kyoto berufen. Danach sammelten sich Schüler in Scharen um ihn, um die Vorträge eines Reformators zu hören. Er hatte so grosse Zuhörerscharen, dass sich viele einfach ins Gras setzen mussten. Seine grossen Retreats dauerten so 2-3 Monate lang. Alleine 1690 gab es ein Winter-Retreat (sehr kalt!) bei dem 1680 Mönche und Nonnen teilnahmen - gezählt wurden hierbei nicht die zusätzlichen Massen von Laienanhängern. Alle Scheunen, Schuppen und Lagerhallen der Stadt mussten für die Unterbringung dieser Menschenmassen genutzt werden. Im Jahr darauf gab es auch ein Winter-Retreat mit über 6000 Teilnehmern. 36 Jahre lange reiste und lehrte er durch das Land. Da er in jungen Jahren durch seine extremen Praktiken seine Gesundheit ruinierte, hatte er immer wieder mit Krankheiten zu kämpfen. Seine Anhänger bauten für ihn eigenhändig eine Begräbnispagode. Noch von seinem Krankenbett aus führte er Gespräche. Er sagte sein Ende voraus und nahm später dann keine Nahrung und keine Medikamente mehr zu sich. Am 30. September 1693 starb er im Kloster Ryumon-ji. Seine letzten Worte zu seinen Schülern waren:
"'Wie könnt ihr erwarten, mich zu sehen, wenn ihr mit den Begriffen von Geburt und Tod auf mich Blickt?'
...
'Ich mache jetzt kein anderes (Todes-gatha), bevor ich sterbe, nur weil das jeder andere tut.'"
Bankei ernannte einen formellen Nachfolger (Dairyo) für sich - leider starb dieser 2 Jahre vor ihm. Somit starb er ohne Nachfolger und damit starb auch seine ZEN-Linie aus. Später nach seinem Tod erwies ihm die japanische Regierung die grösste Ehre, indem sie Bankei den Titel "Lehrer der Nation" verlieh. Lehren und Ansichten von Bankei:
"Wenn ihr das Ungeborene vollständig erfaßt, dann gibt es im Ungeborenen keinen Unterschied,
ob ihr Männer oder Frauen seid. Der Buddha-Leib besteht aus allen zusammen.
"Trotzdem kam er den Wünschen seiner Schüler entgegen und erlaubte ihnen, zazen zu sitzen, wenn sie das wollten.
Sein bevorzugter Zugang aber war, ihre Aufmerksamkeit auf die Geräusche der
Vögel, Hunde, Glocken, auf das Husten des Nachbarn und das Rascheln des Windes in den Blättern zu lenken, ...
Er verurteilte gängige Techniken im Zen wie das Züchten des Großen Zweifels im Geist
und das rastlose Arbeiten daran bis zum Erlangen des satori."
ZEN zur Zeit von Bankei:
"Seine Ablehnung des Lebens in den Tempeln rührte sowohl von seinem Abscheu vor den sexuellen Ausschweifungen dort her
... als auch vor der dort herrschenden religiösen Heuchelei."
"Falls du, mit dem Wunsch, den Ungeborenen-Zustand zu erreichen, versuchst, aufsteigenden Ärger, Unwillen, Bedauern, Gelüste oder ähnliches zu unterdrücken, dann wird dieser Versuch, die aufkommenden Emotionen zu unterdrücken, nur den ursprünglichen einen Geist in zwei wandeln.
Es ist, als würde ein Mensch einem anderen nachjagen, der genauso schnell rennt.
Solange du bewußt versuchst, nicht dem Auftauchen Ader Gedanken nachzugeben, werden sie niemals aufhören, denn die auftauchenden Gedanken und der Gedanke, daß du sie aufhalten mußt, werden immer in einen verzweifelten Kampf gegeneinander verwickelt sein ...
Das einzige, was du wirklich tun mußt, ist zu verhindern, daß der eine Geist entzweit wird."
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