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Koan im Zen-Buddhismus

Mein
ZEN-Spruch  
des Tages:

Willigis Jäger


Buddha Sakyamuni jedoch wollte keine Religion gründen; im Gegenteil, er betonte die Nutzlosigkeit religiöser und ritueller Übungen.

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Koans im ZEN !

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"Das Auge, mit dem ich Gott erblicke,
ist genau das gleiche Auge, mit dem Gott mich erblickt."
(Auspruch von Meister Eckhardt)
"Zeig mir dies Auge!"
(Koan von Senzaki Sensei)

"Wenn du dich von der Meditation erhebst und nicht-bewusst handelst, ist dieses Handeln selbst ein Koan."
Keizan Jokin (1268-1325)

Ursprünge des Koans
Ursprünglich gab es noch nicht den Begriff Koan - da hiess dies noch Mondo und bezeichnete schlicht nur "Fragen und Antworten" zwischen Schüler und Meister.
Ko-an kommt aus dem Japanischen und heisst "öffentlicher Aushang" - im Chinesischen heisst es kung-an und bedeutet "juristischer Präzedenzfall", "ein Fall vor Gericht" oder "Prozessakten". Der Chinesische Gerichtshof war sehr geführchtet und wurde mit der Hölle in Verbindung gebracht. Wenn dort eine Prozessakte geschlossen wurde, ging es nicht selten und Leben und Tod und genau um diese Dramatik geht es auch für den Zen-Anhänger bei einem Koan ...
In der Anfangszeit des ZEN kam man durch "Atemmeditation" und "Gedankenstillstand" zur Erleuchtung - man brauchte kein Koan. ZEN gab es so ab dem 6. oder 7. Jahrhundert und das Koan ab dem Jahre 1000 - also gab es über 300 Jahre Erleuchtung ohne Koans im ZEN. Irgendwann wollten dann einmal die ZEN-Meister (nur der südlichen chinesischen Schule) den Erleuchtungsweg systematisieren und griffen auf die vorhandenen Koans zurück und schufen einen "theoretischen Unterbau" für die Erleuchtung mit Koans. (Die Schüler der Nordschule wurden auch weiterhin ohne Koans erleuchtet ...)

"Die Lust ist das höchste Koan."
ZEN-Meister Tesshu

Sutren lesen und studieren konnten nur ehemals reichere und gebildete Buddhisten. Dies ist im Prinzip (aber nicht in jedem Einzelfall) auch heute noch so in der Soto-Schule. Die Rinzai-Schule wollte mit dem Koan eine Methode schaffen, die auch einfacheren und ungebildeteren Menschen einen Weg bot.
Koans waren einerseits hilfreich für die Schüler den Erleuchtungsweg im ZEN zu systematisieren und mehr Transparenz herzustellen. Andererseits war ja gerade dies das Problem des Buddhismus, warum sich der ZEN-Buddhismus abspaltete: Der Buddhismus hatte einen riesen theoretischen "Überbau" geschaffen, wo man sich erst in 80 geistigen Ebenen entwickeln muss und selbst der Dalai Lama von heute sagt, dass man mindestens 3 Leben benötigt um erleuchtet zu werden. ZEN widerlegte das und schuf eine Praxis, wo jeder in diesem einen Leben erleuchtet werden konnte.

"Wie können Sie die Gewalt auf der anderen Straßenseite stoppen?" Das ist ein Koan.
Glassman Roshi

"Wenn die Bedeutung des Kôan verstanden ist, ist mehr als die Hälfte des Zen begriffen."
Suzuki

Definition und Funktion eines Koan:
Das Koan ist meist ein Paradox oder etwas unlogisches oder eine kleine Begebenheit, die zum Nachdenken anregen soll. Es kann auch als ein Rätsel verstanden werden. Koans können nie verstandesmäßig gelöst, sondern nur durch ein "Eintauchen" erfahren werden. Koans, aber auch keine sonstigen Worte können einem die Erleuchtung nicht reflektieren. Aber sie weisen ein Stück des Weges zur letzten Wahrheit und wenn man sich nicht zu sehr an diese Worte klammert, erreicht man diese Wahrheit auch. Aus psychoanalytischer Sicht wird das Koan aus dem Unbewussten in das Bewusstsein heraufgeholt - dann haben wir es erfasst. Koans sollen dazu dienen, verschiedene Ebenen des Menschen / Persönlichkeitsschichten zu synchronisieren oder gar zu integrieren.
Das Koan wird zwar bis auf Buddha zurück geführt, kam aber erst etwas später im ZEN systematisch in der Mitte des zehnten Jahrhunderts auf und auch hier erst nur in der südchinesischen Schule.

Im Moment der Erleuchtung:
"Wie wunderbar, wie wunderbar. Es bedarf keines Entrinnens aus dem Kreislauf von Leben und Tod, es bedarf keines Strebens nach Erleuchtung. Die überlieferten 1700 verwickelten Koan-Aufgaben sind gar nichts wert."
Meister Hakuin

Koans im Soto-Zen:
Im Soto-Zen ist die Übung eines Koans mehr eine Nebensache und nur für spezielle Situationen vorgesehen. Dass es im Soto keine Koans gibt und diese auch nicht geübt werden, mag von Schule zu Schule etwas verschieden sein, aber ist grundsätzlich eine falsche Aussage. Es ist sogar so, dass gerade Dogen (der Begründer des Soto, 13. Jahrhundert) selbst eine Sammlung von 300 Koans veröffentlicht hat. Vor ihm hat schon Wanshis (11. Jahrhundert) 100 Koans gesammelt und mit einem Kommentar versehen. Somit ist das Shoyoroku seit mehreren Jahrhunderten das Koanbuch in der Soto Schule.

"Früher und auch heute bei der Soto-Schule gibt es den Eindruck, dass der Zen-Buddhismus so etwas wie eine Religion für die Elite geworden ist. Dabei entstand aber, die Kôan-Praxis in den Zen-Schulen aus dem Bedürfnis, die Zen-Übung für einfache Menschen attraktiver zu machen."

Koans im Rinzai-Zen:
Im Rinzai-Zen ist es (gegenüber dem Soto) eher der Normalfall, dass Schüler Koans üben (müssen) - das soll die spontane Erleuchtung fördern. Im Rinzai-ZEN werden 8 Arten von Koans unterschieden (nach zunehmender Schwierigkeit): Hosshin, Kikan, Gonsen, Nantô, Goi, Jûjûkinkai, Kôjô und Matsugo no Rôkan. Wobei hier "Koan" sehr weit gefasst ist. Nur in den ersten 5 Stufen gibt es wirklich definierte Klassen von Koans. Die Stufen 6 bis 8, dienen mehr dazu das Koan nicht nur vor dem Meister, sondern in seinem Leben und Alltag zu verwirklichen.

"Ich sollte es vielleicht nicht so benennen, aber in gewisser Hinsicht sind Koan und andere methodische Hilfsmittel eben Kinkerlitzchen."
aus dem Buch Erleuchtung was ist das?

Erleuchtung ohne Koan?:
Koans gab es noch nicht in der Anfangszeit des ZEN und es wurden trotzdem Mönche erleuchtet - also Koans sind nicht wirklich zwingend notwendig! Auch die ursprüngliche nördliche chinesische Schule und die heute Soto-Schule in Japan arbeiten nicht wesentlich mit dem Koan. Auch ein Yogi kennt keine Koans und kein syrischer Derwisch und trotzdem gibt es auch in anderen Religionen und Kulturkreisen Erleuchtete. Viele heutige ZEN-Meister sollten mal über ihren "Tellerrand" hinausschauen ... dann könnten sie ihr ZEN bescheidener sehen und daran nicht so starkt anhaften.
Ein Koan ist ein Hilfsmittel und ein Angebot an dafür geneigte ZEN-Schüler, aber wenn ein Meister nicht mehr zu bieten hat, sollte man sich vielleicht doch einen anderen suchen.

"Zeit ist Geld ... Buddha ist Geld.
Zeit ist Buddha - das ist ein Koan!"
Koan vom 100 jährigen Kyozan Joshu Sasaki Roshi

Ein Koan oder alle Koans?:
Je nach ZEN-Richtung gibt es verschiedene "Definitionen" wann man durch ein Koan Erleuchtung erlangt hat. Eine Richtung sagt, dass wenn man ein Koan "gelöst" hat, man erleuchtet ist und prinzipiell auch alle anderen Koans nun lösen kann. Eine andere Richtung sagt, dass man mit diesem einen Koan von seinem Meister nur einen geistigen Aspekt seines Meisters erkannt hat und darum noch viele andere Koans realisierun muss, damit man seinen Meister (besser: seine geistige Tiefe!) voll erfassen kann.
Aus meiner Erfahrung ist beides richtig! In der Praxis kommt es auf die Lösung und den Kontext an. Es gibt wohl "Meister" die schon einen kleinen Lösungsschritt eines Schüler, als (endgültige) Lösung akzeptieren und diesem dann ein neues, nächstes Koan geben. Ich selbst wunder mich manchmal, was hier so alles als Lösung durchgeht ... In so einem Fall muss der Schüler natürlich noch viele Koans bearbeiten, bis er eines wirklich endgültig lösen kann. In der Historie des ZEN gab es Schüler, die sich jahrzehnte mit einem Koan beschäftigen mussten, bis der Meister die Lösung bestätigt. Aber mit dieser Lösung traf dann auch die Erleuchtung zusammen - damit hat dann ein Koan ausgereicht.
Ich selbst finde, es verwirrt einen Schüler zu sehr, wenn er 20 Koans nacheinander bearbeiten soll. Er sollte lieber nur eines in der vollen Tiefe erfassen, damit hat er dann die Wirklichkeit erkannt ...

"Darum spiegelt jedes Koan das ungeheure Koan des Lebens wieder;"
Alan Watts in "Vom Geist des ZEN"

Ablauf einer Koan-Meditation:
Im Prinzip kannst Du mit jedem Koan zur Erleuchtung gelangen - nur ein Meister könnte eines "geschickt" für Dich auswählen. Ansonsten könntest Du Dir in einer der vielen Koansammlungen auch eines auswählen ... es gibt wohl so 1700 klassische Koans!
Dann gilt es in Meditation zu gehen, den Gedankenfluss zu reduzieren und total auf das Koan zu "konzentrieren". Dieser Begriff "konzentrieren" ist schwer zu verstehen und zu realisieren - es ist nicht ganz im üblichen Sinne. Man muss sich schon konzentrieren, aber auch wieder nicht-konzentrieren - man darf es nicht zu extrem praktizieren und damit etwas "erzwingen wollen". Denn damit haftet man ja wieder an, was man gerade aufgeben möchte ...

"Was man in der Kôan-Übung lernen und entwickeln muss, ist die ständige Verneinung und die Rekonstruierung der Welt und der Sprache durch die Körperlichkeit. Ein solches Verständnis für das Ziel und den exakten Inhalt der Kôan-Aufgaben ist sehr wichtig für den Übenden. Von daher wird deutlich, dass das Übungssystem von Meister Hakuin, in dem das Hosshin die erste Stelle in einer Stufenfolge einnimmt, logisch und didaktisch sinnvoll ist."
Die Pädagogik des Zenmeisters

"Denn nicht durch unsere scharfe Vernunft und Forschen erlangen wir den wahren Grund göttlicher Erkenntnis."
Jakob Böhme, Theosophische Sendbriefe

Anfangs folgt man diesem Koan noch auf logischer oder Verstandesebene. Das ist auch erst einmal nicht unbedingt schlecht. Es gibt Koans oder auch Menschen wo sich der Verstand dabei selbst transzendieren kann. Andere sagen, dass man von Anfang an nicht mit dem Verstand eine Lösung probieren sollte, sondern sich ganz in das Koan "hineinversenken", "rein-empfinden", "in die Tiefe des Koans absteigen" - wie man das auch gerne formulieren mag. Nach der Meditation muss man das Koan mit in den Alltag nehmen und es sich überall präsent halten.
Irgendwann gibt es dann eine einschneidende Erkenntnis und man weiss die Lösung einfach! Wenn man einen Meister hat geht man damit dann zu ihm und lässt sie sich bestätiten - sonst muss man es selbst beurteilen ...

"... ist ein Koan so gut wie das andere.
Denn was hier zählt ist nicht die Antwort, sondern der Antwortende."
aus dem Buch ZEN-Weisheit von Manuela Dunn Mascetti

Lösung eines Koan:
Die wüsste natürlich jetzt jeder Leser gerne, aber das ist Esoterik! Im letzten Jahrhundert hatte einmal ein Japaner anonym (sonst hätte man ihn wohl umgebracht...) Koans mit Lösungen in Buchform heraus gebracht, die sonst nur mündlich überliefert wurden. Das hat natürlich zu heftigen Protesten geführt. Aber wie oben schon gesagt, kommt es hier nicht wirklich auf deine Worte an, sondern was und wie du bist. Jedes Koan hat viele Lösungen - mindestens für jeden Menschen eine, damit ist Deine garantiert dabei. Die Lösung steckt wirklich nicht in den Worten eines ZEN-Schülers oder Erleuchteten. Diese haben überhaupt Mühe das in Worte fassen zu können - insofern ist die Lösung nicht in den Worten, sondern die Worte weisen auf die unaussprechbare Lösung. Ein Meister beurteilt auch nicht Deine Worte, sondern Deinen Zustand aus dem diese Worte resultieren. Ich bin zwar wohl kein anerkannter "Meister" einer der grossen ZEN-Schulen, bin vielleicht auf der Ebene eines Lehrers in einer grossen ZEN-Organisation, aber Koans zu lösen, ist mittlerweile für mich sehr einfach geworden. Wenn man die ZEN-Gedankenwelt und die nur schwer aussprechbare ZEN-Realisierung begreifen kann, dann ist irgendwann ein Koan wie das Andere. Da aber ein wirklicher Meister nicht die Lösung, sondern meinen Zustand beurteilen würde, könnte er bei mir noch häufig keinen Satori-Zustand finden. Aber auch kein "Meister" ist ständig im Satori ...

"warnen denn auch vor der 'Gefährlichkeit' der Schock-Therapie des Kôan. Bei unsachgemäßer Anleitung könnten zu frühe Lösungen der "Explosion einer Bombe" gleichkommen."
der in Tokio lehrende Religionswissenschaftler Heinrich Dumoulin

Sind Koans "gefährlich"?
Ich habe dies schon einmal hier bei dem Thema Meditation angesprochen und für Koans gilt letztendlich im Wesentlichen das Gleiche. Dein Verstand wird ausgeschaltet werden - wahrscheinlich das erste Mal in Deinem Leben - und der Zustand wird für Dich völlig neu sein. Du wirst evtl. Deinen Halt verlieren und in ein "Nichts" fallen. Du sollte psychisch schon etwas stabiler sein, um so etwas durch zu stehen. Falls Du gravierende psychische Probleme hast, die in solch einer Situation zum Tragen kommen könnten, dann löse sie besser vorher. Ansonsten sind Koans nicht "besonders" gefährlich zu üben - aber sie verändern Dich, nur das ist ja gerade das Ziel.

"Das Selbst muss gebrochen werden, damit ein Selbst werden kann."
Kierkegaard

Interessante Links: Mehrere Koan-Sammlungen in deutsch