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Suchworte unter denen diese Web Seite zu finden ist: zen buddhismus budhismus buddismus buddha chan psychoanalyse analytische psychologie Synchronizität kollektiven kollektives Unbewusstenerleuchtung nirvana satori koan mundomeister roshi osho lehrer freud C. G. Jung Erich Frommzen meister61137 Schöneck, Hanau, Bad Vilbel Offenbach, Wiesbaden bei Frankfurt in Hofheim, Hessen, Deutschland | ||||||
| Psychoanalyse und Zen !
C.G. Jungs Schriften kenne ich ja schon lange, länger als ZEN.
Er ist ja schon auch auf die ostasiatische Kultur gestossen und hat sich intensiv mit dem I Ging beschäftigt
und Bezüge zum kollektiven Unbewussten und seiner Synchronizität hergestellt.
Nachdem mir dann noch weitere Schriften zur Psychologie, zur Psychoanalyse und ZEN bekannt geworden sind,
gehören diese Verbindungen auch auf eine (westliche) ZEN-Seite.
"Paradoxerweise stellt sich heraus,
dass die religiösen Gedanken des Ostens dem westlichen rationalen Denken
kongenialer sind als die religiösen Gedanken des Westens selbst."
Erleuchtung und "Normalität"!
"Es gibt keine Beschreibung dieser Entwicklungsschritte ...
den physischen und sozialen Einflüssen, ganz zu schweigen von den Problemen der modernen Gesellschaft.
Die Meditation, wie man vielleicht hoffen würde, kann diese Probleme nicht einfach überspringen ...
Jack Kornfield, der auch betont, dass eine Person in der Meditation zwar fortgeschritten sein kann
und gleichzeitig noch neurotische Aspekte in seinem Wesen behält, die davon kaum beeinflusst werden."
Was ist Erleuchtung oder "Satori"?
"Auch die Einbildung ist ein psychischer Vorgang, weshalb es völlig irrelevant ist,
ob eine Erleuchtung "wirklich" oder "eingebildet" genannt wird.
Der, welcher eine Erleuchtung hat oder zu haben vorgibt, meint auf alle Fälle, erleuchtet zu sein ...
Selbst wenn er löge, wäre seine Lüge eine seelische Tatsache."
In der Psyche ist die Grenze zwischen Einbildung und Realität nicht mehr genau auszumachen. Es ist auch zu bedenken, dass nach manchen Konzepten erst der Geist / die Psyche sich ihre Realität schaft. In den nachfolgenden Zitaten lässt sich C.G. Jung über den Inhalt des Satori aus:
"... es handel sich nicht um mystifizierende Geheimniskrämerei,
sondern um ein Erlebnis, das allen die Sprache verschlägt.
Satori kommt als ein Unerwartetes, nicht zu Erwartendes."
"dass es sich ... im Satori um ein natürliches Geschehen handelt,
ja sogar um etwas dermassen Einfaches, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht sieht,
und wenn man es erklären will, immer gerade das sagt, was den anderen in die grösste Verwirrung stürzt."
Er stellt hier fest, dass "Satori" kein mystisches, kein geheimnisvolles oder gar esoterisches Erlebnis ist, sondern ein ganz natürlicher Vorgang, den aber wohl nur wenige Menschen "entdecken". Da dieser Vorgang aber nicht in Worten mitgeteilt werden kann (es gibt keine begreifbaren Worte dafür!), muss jeder dies schon selbst erfahren.
"Aber dieses Heil, das im ZEN erfahren wird, ist nicht identisch mit der Heilung einer Neurose."
Der Weg zur Erleuchtung!
"Er (der Mensch) ist sich haupsächlich seiner Fiktionen bewusst;
er kann sich der Wirklichkeit, die hinter diesen Fiktionen steckt, bewusst werden."
"Dieses Erlebenskonstrukt wird manchmal auch als »inneres Weltmodell« bezeichnet,
für das charakteristisch sei, das ihr Inhalt mit der Realität verwechselt wird."
"Freud ebenso wie Fromm kämpften gegen die großen Illusionen der Menschheit,
die sie im wunscherfüllenden Denken erkannten, in magischen Glaubensannahmen ..."
Wenn Menschen nun in ihrer inneren Wunschwelt und ihren immer unzulänglichen Modellen von der realen Welt leben,
erleben sie immer wieder Diskrepanzen zwischen diesen Welten, welche meist leidvoll sind.
"Die Verdrängung (der Gedanken in Meditation) erfolgt im Zen in der Regel dadurch,
dass den Inhalten die Energie entzogen und entweder auf die Vorstellung der Leere,
oder auf das Koan übergeleitet wird. ...
Dadurch vermehrt sich die Bereitschaft der unbewussten Inhalte, ins Bewusstsein einzubrechen. ...
Der Zusammenhang ist ein im wesentlichen kompensatorisches Verhältnis:
Die Inhalte des Unbewussten bringen nämlich alles an die Oberfläche,
was im weitesten Sinne zur Ergänzung, d.h. zur Ganzheit der bewussten Orientierung nötig ist."
"Wenn das Unbewusste bewusst wird, verwandelt sich die blosse Idee
der Universalität des Menschen in die lebendige Erfahrung seiner Universalität;
es ist die empirische Verwirklichung der Menschlichkeit."
"Der Vorgang des Satori ist gedeutet und formuliert
als ein Durchbruch eines in der Ichform beschränkten Bewusstseins
in die Form des nicht-ichhaften Selbst."
"die Erleuchtung ... sei ein Zustand, in dem der Mensch mit der Wirklichkeit
in sich und ausserhalb seiner vollkommen übereinstimmt."
Wie C.G. Jung es oben auf den Punkt bringt, sind die unbewussten Inhalte, deren Anzahl und deren Problematik das Hinderniss zur Erleuchtung. Nachfolgend lesen wir, dass geistig-seelische Gesundheit zur Erleuchtung führen, tiefer sitzende Probleme und Inhalte (für den Betroffenen häufig) unerwartet in Psychosen ausbrechen können:
"Zum einen werden körpereigene Morphine freigesetzt, zum anderen werden ähnlich, wie bei einer Psychoanalyse,
tiefste seelische Bereiche berührt und je nach psychischer Stabilität oder Destabilität könnten auch Psychosen ausbrechen."
"Aus eigener Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass eigene ungelöste emotionale Probleme
oft zu erheblichen Widerständen in der meditativen Praxis führen
und eine Realisierung des Weges gleichsam permanent zu blockieren drohen.
Dem entspricht die Auffassung, dass die Neurose in der Regel nicht durch Erleuchtung »geheilt« werden kann."
"Der Buddhismus ist eine Psychotherapie - aber für Gesunde.
Er setzt bei einer „normalen" psychischen Verfassung an; dort beginnt die 'Therapie'."
"Für die Vorstellung vom Nirvana können keine besseren Begriffe vorgeschlagen werden,
als die der idealen menschlichen Reife und geistig-seelischer Gesundheit."
"In der Zen-Übung heilt sich gewissermaßen jede/r selbst. Jede/r ist sein/ihr eigener
Therapeut/Therapeutin."
Für jeden Einsteiger in die ZEN-Meditation ist es wichtig, dies selbst zu beurteilen,
ob hier noch gravierende Problem verarbeitet werden müssen und sei es durch einen Therapeuten.
Auch wenn es manchmal gerne heisst, dass so ein "Einsteiger" besser unter einem "Meister" und nicht alleine
üben sollte, so sind doch die Erwartungen an einen Meister hier viel zu hoch: dieser hat in diesen Themen
i.d.R. keinerlei Ausbildung oder gar Erfahrung.
"(Freuds) Ziel war die Beherrschung irrationaler und unbewusster Leidenschaften durch die Vernuft;
die Befreiung des Menschen innerhalb seiner Möglichkeiten aus der Macht des Unbewussten.
Der Mensch musste sich der unbewussten Mächte in ihm bewusst werden, um sie zu beherrschen und in der Gewalt zu haben."
Erfahrung und Worte!
"Sobald ich etwas durch ein Wort ausgedrückt habe, findet eine Entfremdung statt,
und die volle Empfindung ist bereits durch das Wort ersetzt.
Die volle Empfindung besteht tatsächlich nur bis zu dem Augenblick, wo sie sprachlich ausgedrückt wird."
"Die Welt des Denkens bleibt in Paradoxa verfangen.
Die einzige Möglichkeit, die Welt letztlich zu erfassen, liegt nicht im Denken, sondern im Akt, im Erleben von Eins-sein."
Die "Unfälle" der ZEN-Meister und -Lehrer landen bei der Psychoanalyse!
"Von 'Gehirnwäsche' im klassischen Sinne spricht man überwiegend dann,
wenn eine körperliche oder psychische Zwangswirkung angewandt wird, deren sich der Betroffene bewußt ist.
Derartige offene Zwangsmethoden kommen heutzutage - selbst bei Sekten - in aller Regel nicht mehr zur Anwendung.
Der Prozeß des 'Mind control' erfolgt vielmehr auf subtile Weise und ohne jegliche Zwangsanwendung.
...
Das entscheidende ist, daß den Betroffenen das Vorhandensein einer Beeinflussung gerade verschleiert wird.
...
daß es bei einer 'spirituellen' Praxis ja genau darum gehen soll, nämlich um die Neubewertung des persönlichen Lebens und Weltbildes.
Dagegen ist per se auch nichts einzuwenden. Im Falle von 'Mind control' wird diese Neubewertung jedoch ...
von außen und mit Hilfe von manipulativen Techniken herbeigeführt."
Selbst eine seriöse buddhistische Richtung in Deutschland mit keinem unerfahrenen Lehrer, hat nach einer Meditationswoche einen Patienten für einen Analytiker produziert, der auf Jahre hin behandelt werden musste, um wieder ein "normales" Leben führen zu können.
"Therapien können im Prinzip nichts anderes als ohnehin vorhandene Selbstheilungskräfte des Körpers aufzugreifen und zu unterstützen.
... Die Traumatherapie geht generell in drei Stufen vor :
In einer ersten Stabilisierungsphase muss der Patient lernen, eindringende Erinnerungsbruchstücke, Unruhe - und Angstzustände selber wieder unter Kontrolle zu bekommen.
Dabei können verschiedene Übungen helfen. Diese sind häufig von Patienten selber erfunden worden oder sie stammen aus bestimmten religiösen Zusammenhängen, zum Beispiel dem Zen-Buddhismus."
Resume:
"Ein wirkliches Geheimnis. Es handelt sich nicht darum, daß etwas anderes gesehen wird, sondern daß man anders sieht.
Es ist, wie wenn der räumliche Sehakt durch eine neue Dimension geändert worden wäre.."
Der Effekt des Double Bind:
"Wir meinen, dass der Schizophrene sich ständig in der gleichen Situation befindet wie dieser (ZEN-)Schüler,
nur dass er eher so etwas wie Desorientierung erlangt statt Erleuchtung."
"Die Befunde zur buddhistischen Meditation sprechen dafür, dass diese sowohl einen achtsamkeitsfördernden
als auch einen positiven Effekt auf die psychische Gesundheit haben könnte."
"Das Ich ist ein Prozess, kein Verweilen im stabilen Zustand.
Wir sind das, zu dem wir uns handelnd konstruktiv entwerfen."
"Ich bin dankbar dafür, dass ich durch meine Pubertät kam, bevor Antidepressiva vollständig entwickelt waren,
und dass ich in meinen Zwanzigern zu arm war, um mir eine psychiatrische Behandlung zu leisten,
denn ich habe keinen Zweifel daran, dass man mir Medikamente verschrieben hätte, um meine Depression zu lindern.
Wäre ich diesen Weg gegangen, wäre ich vielleicht niemals dazu gezwungen worden, nach dem tieferen Grund meines Leids zu suchen."
"Im Moment, da man nach Sinn und Wert des Lebens fragt, ist man krank, denn beides gibt es ja in objektiver Weise nicht;"
"Selbsterkenntnis ist Selbst-Relativierungs-Erkenntnis
und ein Überwinden der durch das eigene Denken gesetzten Selbst-Grenzen."
"Es geht um die Aufdeckung des Irrglaubens,
… daß man Gegenstände seiner Erfahrung mit seinem Geist fehlerlos beherrscht.
Eigentlich ist es genau umgekehrt:
Nicht der Mensch beherrscht die Sache, sondern der Gedanke, den der Mensch je nach der gegebenen Situation selbst erzeugt,
dominiert ihn und bestimmt seine weitere Lebensweise."
"Organisatoren und Funktionsträger übernehmen keine Haftung für event. psychischen/ physischen Schäden
oder Folgeschäden. Die Zen-Übung ist kein Ersatz für eine psychotherapeutische Behandlung."
"Mein allererstes Sesshin (vorher drei Monate Zazen in einem Dojo der AZI) machte ich in der La Gendroniere.
Es ging mir dabei ziemlich schlecht und meine Sitznachbarinn geriet in eine akute Psychose.
Die Dojoverantwortlichen wussten nichts besseres, als diese Frau auszulachen und sie mit Gewalt aus dem Dojo zu entfehrnen."
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