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| Sektenstrukturen im ZEN und Buddhismus !
"Gute Lehrer sind rar. Achte darauf, dass der Lehrer für dich gut ist
und nicht du gut für den Lehrer."
"Wenn es nach 10, 20 oder 30 Jahren immer noch nur den einen Guru gibt und keine seiner Schüler
zum Lehrer, zum Guru herangereift ist, dann hat der Lehrer in einer Hinsicht versagt.
Er hält die Schüler immer auf dem Stand der erfolglosen Schüler
und behält für sich selbst den Status des großen Lehrers; niemand darf 'flügge werden',
niemand darf selbst ein Lehrer oder ein weiser Mensch werden."
Motivation:
"...auf der ganzen Welt zahlreiche Zentren gibt, die von nicht-buddhistischen Lehrern
oder sogar von Lehrern, die behaupten, Buddhisten zu sein, geleitet werden, die einfach versuchen,
soviel Macht wie möglich über ihre Jünger zu gewinnen und soviel Geld aus ihnen zu pressen, wie sie nur können.
Sie sagen ihren Schülern, dass sie allen Besitz aufgeben müssen, und so alles ihrem Lehrer geben sollen.
Im Namen der 'Hingabe an den Guru' erzählen sie ihnen, dass sie immer alles tun müssen, was ihnen der Lehrer sagt und nie irgendwelche Fragen stellen sollen."
"Die Lehren der unproblematischen Gruppen beschreiben Funktion und Status des Gurus gewöhnlich sehr genau:
Der Guru verfügt über zeitweilige Autorität, die sich aus der Tatsache ergibt,
dass er sich aufgrund seiner Entwicklungsstufe (oder aufgrund seiner Ausbildung) seines höheren Potentials bewusster ist.
Die Autorität des Gurus endet, sobald der Schüler zu einem ähnlichen Maß an Verständnis erwacht ist ...
Problematischen Gruppen hingegen steht gewöhnlich eine permanente Autoritätsfigur vor, deren Autorität keineswegs phasengebunden ist.
Ziel einer solchen Autoritätsfigur ist es nicht, sich letztendlich überflüssig zu machen, sondern sich als dauerhafter Inhaber aller Macht zu etablieren."
"Ich sehe in dieser Liebe zum unangefochtenen spirituellen Führer auf der einen Seite immer noch eine uralte Sehnsucht nach einem Führer, nach geistiger Autorität.
Das Nachfolgen-Können ohne Fragezeichen steckt offenbar nicht nur in Deutschland, sondern in Mitteleuropa vielen im Blut.
Und wenn man schon keinem Hitler mehr nachfolgt, dann muss es ein östlicher Führer sein.
Der Dalai Lama gilt als total friedlich, als fehlerfrei. Kritik am Dalai Lama ist geächtet, wird verfemt.
Kritische Bücher zum Dalai Lama dürfen in weiten Kreisen nicht einmal besprochen werden, oder dann nur sehr negativ.
All das gefällt mir gar nicht. Wieviel Führerhörigkeit, wie viele Autoritätsbedürfnisse haben wir noch?"
Missionierende Buddhisten und ZEN-Meister?
"Davon wurde ich vor Kurzem überzeugt, als ein gewisser buddhistischer Meister mit dem Versuch begann,
mich netterweise mit seinen Lehren zu beglücken.
Allmächtiger Gott, falls es irgendetwas Lästigeres gibt als das, dann will ich nicht wissen, was es ist.
Letztenendes habe ich rausgefunden, wie ich meinen Spamfilter einstelle, um seine E-Mails direkt in den Papierkorb zu leiten,
so muss ich den Scheiß wenigstens nicht mehr lesen."
"Den Buddhismus jemandem zu lehren, den du kennst, kommt in etwa dem gleich, jemanden den du kennst, dazu zu bringen mit dir zu schlafen.
Du kannst das Thema nicht zur Sprache bringen, ohne derjenigen Person Angst zu machen.
Oder noch schlimmer, sie werden sich fühlen, als ob du sie mit deiner Religion vergewaltigt hättest."
Guru- und Meister-Kult:
"Sowohl der falsche, als auch der echte spirituelle Meister unterminiert die Gewohnheitsmuster des Ich.
Doch der eine, der Falsche, tut dies in der Absicht, eine Bindung an ihn zu produzieren,
wohingegen der andere es auf eine Weise tut, welche die Befreiung fördert."
"Wenn ein Lehrer die Ich-Illusion nicht wirklich durchschaut hat, dann ist es nur eine Frage der Zeit,
bis er meint und gar daran glaubt: ICH werde verehrt."
"Die Tendenz zur Ausweitung des Ego in religiösen Gruppen läuft immer ähnlich.
Und äussert sich dann in der Überzeugung: Wir sind die Besten.
Oder: Wir sind die Effizientesten, mit der effizientesten Methode zur Erleuchtung.
Oder: Wir haben den besten Lehrer.
Das läuft sehr kindlich ab, wie damals, als wir klein waren und prahlten mit: Mein Vater ist der Stärkste!
Da hat sich nicht viel geändert. Dieser Versuchung erliegen wir immer gern mal wieder."
Guru-Schüler und Gruppendruck:
"Trotzdem haben die Amerikaner Schwierigkeiten, ihren 'eigenen' Buddhismus zu finden und diskutieren seit Jahren, wie dieser aussehen könnte.
Thich Minh Duc, ein vietnamesischer Mönch in San Jose, vermutet, dass westliche Buddhisten zu sehr auf das asiatische Guru-Image fixiert sind.
'Jeder hat das Potenzial zur Erleuchtung. Deshalb hat in Vietnam der Buddha ein vietnamesisches Gesicht, in Japan sind seine Züge japanisch geprägt.
Haben Sie je eine Buddha-Statue mit einem amerikanischen Gesicht gesehen?'."
"Einst fragte ein Schüler seinen Meister:
"Warum gibt es in diesem Land viele mittelmässige Lehrer die soviele Schüler anziehen und die wahren Lehrer werden nicht verstanden?"
Negative Auswirkungen einer Sekte auf das Umfeld:
"Nach meiner Erfahrung treten diese geschilderten Mechanismen auch in anderen buddhistischen Gruppierungen auf.
So bald ein Lehrer/Guru verehrt wird, sind kritische Anmerkungen oft unter Schülern, aber auch beim Lehrer selbst, nicht mehr erwünscht.
...
Was herauskommt: Ein gebrochener Mensch, der sich völlig aufgibt, sein Leben ans Kissen verschwendet
und sich völlig demütig und kritiklos aller Ungerechtigkeit und Demütigung unterwirft."
"Im vielen Fällen blieben Lebenspartner oder sogar Kinder zurück,
wenn einzelne Familienmitglider zu Ole Nydahls Sekte bekehrt wurden
und der Rest der Familie nicht mitmachen wollte."
"So wird man unterschwellig dazu gedrängt, sich Zeit zu nehmen, die man eigentlich für private Dinge, ...
und für den Lehrer und die Gruppe 'selbstlos' zu arbeiten.
So ordnet man sich immer mehr den Launen des Meisters und des Zen unter.
So wird das Leben Stück für Stück umgekrempelt und man hat immer weniger Zeit für private Dinge, wie Freunde treffen; Familie usw.
Immer wichtiger wird das Zendo (Ort der Übung) und die Meditation. Und so wird ganz langsam ein Abhängigkeitsverhältnis zur Gruppe
und zum Lehrer/Guru geschaffen und ein Rückzug von der Außenwelt vollzogen."
"Außerdem läßt sich nicht nur mit den Methoden der Scientology-Church der Zustand clear erreichen.
Die Wörter: Erleuchteter, Eingeweihter, Clear, OT, Zen-Meister, Heiliger heißen ungefär dasselbe ...
Gemeinsam haben diese Menschen, daß ihnen von Außen übermenschliche Fähigkeiten zugeschrieben werden: Sie sollen Wunder wirken können..."
Scientology und der Buddhismus:
"Die einfachste Möglichkeit, die ungefähre Entwicklungsstufe einer religiösen Bewegung einzuschätzen, besteht darin, ihre Beziehung zum formal-rationalen Denken festzustellen.
Das bedeutet konkret:
Der Soka Gakkai Buddhismus:
"... schätzt sie als 'gefährlich' ein. Keden hat wiederholt Mitglieder betreut,
die noch Monate nach ihrem Ausstieg völlig verstört sind,
weil sie ohne ihren Meister und das exzessive gemeinsame 'Chanten',
das stundenlange Aufsagen bestimmter Meditationstexte, 'einfach nicht mehr klarkommen'."
Die Neue Kadampa Tradition / NKT:
"Wenn man etwas kritisiert oder Fehler sieht, sind das immer die eigenen Projektionen, die beruhen auf der eigenen ‚Unreinheit’. Wäre man 'rein', würde man die Fehler nicht sehen.
Das ist sicher einer der besten 'Tricks' in der NKT." Beispiel eines Aussteigers aus einer ZEN-Sekte:
"Würdenträger, die im (tibetischen) Exil mit sich selber Probleme haben, die also relativ unerleuchtete, autoritäre,
um nicht zu sagen: despotische Potentaten sind und die das Vertrauen und die Hingabe westlicher Menschen
(besonders Frauen, naturgemäss) ausnützen, gibt es eben leider auch.
Umso blumiger kommen ihre Internetauftritte daher ..."
"Ein Mensch, der das Vertrauen von Schülern ausnützt, um seinem Machtstreben, seinem Geldverlangen
oder seinem sexuellen Verlangen Genüge zu tun, ist kein Meister, sondern ein Scharlatan.
Dies muss noch nicht einmal in klarer, bewusster Absicht geschehen, sondern es geschieht oft in der Unbewusstheit,
die mit dem spirituellen Ego eines solchen Pseudo-Meisters einhergeht.
Er ist ein Mensch, der in Gier und Ablehnung und in Nicht-Verstehen verstrickt ist. Und auch er erfährt Leid dabei."
Mein Kommentar dazu:
"Und das alles tut man im Namen der Guru-Hingabe.
Das ist Fanatismus, weil man sich nicht mehr auf die Lehren bezieht, nicht mehr auf Logik und auf Analyse.
Buddha selbst hat gefordert: 'Denke für dich selbst, akzeptiere nicht alles nur aus Respekt.'
Aussagen wie: 'Das ist wahr, weil mein Guru es gesagt hat' sind Ausdruck von Totalismus und nicht buddhistisch."
"Auf die Frage: Warum sollte ich mich der Unberechenbarkeit, der Verrücktheit eines spirituellen Lehrers ausliefern?
"Die völlig kritikfreie Akzeptanz von Autorität, wie sie in jedem der rund zehntausend als Familienbetriebe geführten Soto-Tempel Japans üblich ist,
wäre für einen in den liberalen USA aufgewachsenen Menschen unvorstellbar."
Der Meisterkult und die Meisterverehrung ist nicht für Europäer geeignet - die Ostasiaten machen dies aus einem ganz anderen Verständnis heraus, das uns i.d.R. nicht möglich ist. Sobald du dich regelmässig vor einem Meister niederwirfst oder ihn mehrfach anbetest, begibst du dich schon in Abhängigkeit. Besser gesagt haftest Du an diesen Ritualen, dem Meister selbst und der ganzen ZEN-Gruppe an. Anhaften ist aber Leiden - so gut solltest du den Buddhismus doch schon kennen, oder? Das ist ein typisches Problem von ZEN-Anfängern und allen "Buddhismusfanatikern": man haftet gerne und freiwillig an diesen fremden Praktikern an und merkt gar nicht, dass das Buddha so gar nicht geraten hat und das man sich dadurch vom ZEN-Ziel noch viel weiter entfernt.
"Sakyamuni jedoch wollte keine Religion gründen;
im Gegenteil, er betonte die Nutzlosigkeit religiöser und ritueller Übungen."
Natürlich haben neue Schüler einen "begrenzten Geist", das ist ja auch normal.
Aber dafür gibt es ja erfahrene Schüler und den Meister, die in der Lage sein sollten, dir zu helfen
und deinem Geist den richtigen Anstoss in die richtige Richtung zu geben.
Ist dies nicht der Fall, sind alle nicht erfahren genug und noch zu sehr ihrem Ego verhaftet - erkenne das!
Wer sich einer ZEN-Gruppe anschliesst, wird immer individuelle Freiheiten aufgeben mussen, das ist normal für Gruppen.
Falls dich deine Gruppen vorsätzlich unter Druck setzt oder zu erpressen versucht - trenne dich ganz schnell von denen, bevor sie es schaffen.
"Probiert den Guru zwölf Jahre aus, bevor Ihr Euer ganzes Leben für ihn oder sie aufgebt.
Zwölf Jahre, nicht nur eine Stunde."
"Die erste Stütze besagt, dass man sich nicht auf die Person, sondern auf die Lehre stützen sollte.
Selbst wenn eine Person berühmt ist, sollte man nicht alles, was sie sagt, annehmen, nur weil sie berühmt ist.
"So nahm Stuart Lachs in einem 1994 verfaßten Artikel Beispiele von notorischem Machtmißbrauch in amerikanischen Zen-Zentren zum Anlaß, grundsätzlich über die strukturellen Probleme bei der Vermittlung des Zen von Japan in die USA nachzudenken."
"Der Leiter der Heidelberger AZI-Niederlassung Ralf Halfmann verließ die Organisation nach neun Jahren
und rückte sie in seiner im Worldwide Web veröffentlichten Analyse in die Nähe einer Sekte
mit ausgeklügelten Mechanismen der Geisteskontrolle und Gehirnwäsche."
"Halte den Intercity-Zug an, der aus Tokyo kommt."
Kein Zitat aus einer Postraubstory, sondern ein Zen-Koan mit Konsequenzen.
Der Mann, der sich jahrelang vergeblich bemüht hatte, das ihm vom Meister aufgegebene Rätsel zu lösen, warf sich vor den besagten Zug.
War das die Lösung des Koans?"
"Wenn Du etwas tust, bist Du verantwortlich dafür.
Ganz egal wer Dich dazu angestiftet hat, selbst wenn es Gott höchst persönlich war.
Das Gesetz von Ursache und Wirkung bietet Dir kein Hintertürchen, durch das Du Dich heraus schleichen kannst.
Es ist mir ziemlich egal, was der Große Heilige Mann oder das Große Heilige Buch Dir erzählt, was es für besondere Ausnahmen gibt, oder welches Gericht Dich letztlich freispricht.
Du bist immer noch voll verantwortlich, unter allen Umständen, jederzeit, im ganzen Universum, für immer und ewig, Amen!"
"Ganz oft sind solche Menschen sehr geschickte Manipulatoren, die genau wissen, wie sie ihren Meister anpacken müssen, um ihn dazu zu bekommen, ihnen zu erzählen, dass Gott sie all´ die schlimmen Dinge tun sehen möchte, die sie sich innerlich so sehr herbeisehnen.
Manch ein anständiger Lehrer meines Faches läuft einfach weg, wenn er so unter Druck gesetzt wird, und verweigert sich Anhängern jeder Art vollkommen."
"Jeder Student muss ermutigt werden, verantwortliche Maßnahmen zu ergreifen, um Lehrer mit unethischen Aspekten ihres Verhaltens zu konfrontieren.
Zeigt der Lehrer kein Zeichen der Änderung, sollten Studenten nicht zögern, jegliches unethische Verhalten, für das es unwiderlegliche Beweise gibt, öffentlich zu machen.
Dies sollte geschehen ohne Rücksicht auf wohltätige Aspekte seiner oder ihrer Arbeit wie auch auf die eigene spirituelle Verpflichtung diesem Lehrer gegenüber."
"Auch der unseriöse Meister projiziert seine individuellen Vorstellungen auf die Person des Schülers,
den er dann als "wahren" oder "folgsamen" Schüler ansieht, wenn dieser unkritisch seinen Anweisungen folgt.
Wie bereits beschrieben muß sich jeder ernsthafte Meister eingestehen, daß eine derartige Abhängigkeit zwischen Lehrer und Schüler beiden Seiten schadet und dem spirituellen Ziel der kontinuierlichen persönlichen Befreiung, die durch den Abbau innerer Zwänge gekennzeichnet ist, zuwiderläuft."
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